AM2 Mainboards

Intro

AMDs aktuelle Generation von Desktop-CPUs befindet sich nun schon seit längerem im Markt. Bei der seinerzeitigen Vorstellung hatten wir als Testplattform ein ASUS M2N32SLI zur Verfügung. Neben dem damaligen Fazit, dass nur mit DDR2-800 überhaupt ein Vorteil für den neuen Sockel zu erkennen war, fiel uns vor allem auf, dass mit DDR2 vergessen geglaubte Probleme mit der Speicherkompatibilität mit AM2 wieder aktuell schienen.

So haben wir uns vor einiger Zeit ein paar Mainboards ins Labor beordert, um uns die neue Generation genauer anzusehen. Im Laufe der Monate zeigte sich dann, dass „Mainboards testen“ heutzutage endgültig von „BIOS testen“ verdrängt wurde. Jede im Laufe der Zeit erschienene BIOS-Version hatte andere Eigenheiten. Gerade beim Thema Speicherkompatibilität stellt sich heute leider mit jeder BIOS-Version ein anderes Verhalten ein – selbst Monate nach der Produktvorstellung. Selbst Monate nach Einführung der neuen CPU-Formfaktoren trafen wir kritisches Verhalten auch bei unserem Referenzmainboard für den brandneuen AMD 690 Chipsatz an.

AM2 Mainboards

Im heutigen Review betrachten wir nun heute drei Mainboards mit NVIDIAs aktuellen Chipsätzen der 500-Serie, die derzeit einen nicht unerheblichen Anteil bei verkauften Mainboards für AMD-CPUs haben. ASUS stellte uns mit dem Modell Crosshair ein Exemplar für den Over-the-Top-Enthusiastenmarkt zur Verfügung, das das schon erwähnte M2N32-SLI Deluxe flankiert. Beide nutzen NVIDIAs Top-Modell nForce 590SLI, während das dritte Mainboard im Bunde, ein K9N SLI Platinum von MSI, den kleineren Bruder nForce 570SLI vertritt.

Wir bedanken uns bei ASUS und MSI für die Bereitstellung der Testsamples.

 

Die nForce 500 Produktfamilie

Wir haben die Eckpunkte der Produktfamilie bereits an anderer Stelle vorgestellt, so dass wir an dieser Stelle nur noch ein paar für die heute zu besprechenden Produkte relevante Worte verlieren. Das folgende Diagramm soll als Zusammenfassung die Unterschiede zwischen den Derivaten der nForce-Familie zeigen.

AM2 Mainboards

Für uns bedeutet dies heute, dass sich unsere Testsysteme im Featureset praktisch lediglich in der Anzahl PCI-Express Lanes unterscheiden, was den nForce 590 SLI befähigt, im SLI-Betrieb beide PEG-Slots mit 16 Lanes zu versorgen, der nForce 570 SLI dagegen bietet in dieser Konfiguration dagegen nur jeweils deren acht. Über die Praxisrelevanz der zusätzlichen PCIe-Lanes für die Systemperformance haben wir bereits früher geurteilt. Die Aussage, dass die zusätzlichen Lanes nur bei SLI-Gespannen mit den Top-Range-Grafikkarten einen zumindest messbaren Unterschied ergeben, gilt nach wie vor. Doch daher kommt auch das zweite Unterscheidungskriterium: Der nForce 590 SLI brngt von Haus aus Overclocking-Fähigkeiten in Zusammenarbeit mit GeForce 7900GTX-Karten mit. In Zeiten, in denen sich jeder Mainboardhersteller aber ohnehin mit eigenen (dynamischen) Overclocking-Spielereien quer durch die gesamte Produktpalette zu profilieren versucht, ist auch dieser Mehrwert eher in der Kategorie „Marketing“ zu suchen.



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