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Leistungsaufnahme AM2-ProzessorenDie korrekte Leistungsaufnahme von Prozessoren zu ermitteln gestaltet sich prinzipiell nicht ganz simpel. Hierzu ist es notwendig, entsprechende Hauptplatinen entsprechend zu modifizieren. Danach gilt es den geflossenen Strom und die dabei am Prozessor anliegende Spannung zu messen, damit man daraus das Produkt in Watt ableiten kann. Aber neben den Tücken, die so mancher Spannungswandler in der Umsetzung der Prozessorspannung mit sich bringen kann – wir denken hier an die Möglichkeiten einer Derating-Funktion - kann eben auch die Umsetzung des Mainboards an sich – dort z.B. die vorhandenen Masseschichten in den Layern, oder der zum Einsatz kommende Wandler – eine wesentliche Rolle für einen höheren oder einen niederen Stromverbrauch spielen. Wir haben im heutigen Test daher zwei Mainboards zur Messung der Leistungsaufnahme modifiziert, um etwaig mögliche Unterschiede aufzeigen zu können. Dabei handelt es sich zum einen um das AsRock Alive SATA2-GLAN und das ASUS M2N-Green. Als Kühler kam auf beiden Mainboards ein AMD boxed Modell zum Einsatz, welches uns mit dem Athlon 64 6000+ erreichte und damit seitens des Herstellers auf die maximale TDP-Angabe der Prozessoren ausgelegt ist.
Bei den Prozessoren haben wir davon Abstand genommen, nur um unsere Liste der vermessenen Modelle füllen zu können, Modell-Varianten zu emulieren. Jede CPU an sich ist schon ein eigenes Konstrukt. Unsere früheren Versuche haben belegt, dass sich emulierte Taktveränderungen bei ein und dem gleichen Modell kaum auf die Leistungsaufnahme auswirken. Ein Athlon 64 X2 5600+, emuliert aus einem 6000+-Modell würde sich also kaum in seinem Verhalten bei der Leistungsaufnahme ändern. Wesentliche Einflüsse haben aber mitunter – neben den Motherboards selbst – die anliegende Spannung und gar das Stepping, in welchem der Prozessor gefertigt ist. Zudem bieten die Prozessor-Gruppierungen in verschiedene TDP-Stufen dem Hersteller die Möglichkeit, Fertigungsschwankungen, die in einer CPU-Serie durchaus auftreten könnten, abzufedern. So haben wir heute die vorhandenen fünf AM2-Prozessoren auf den genannten Hauptplatinen vermessen. Dabei handelte es sich um die Modelle:
Das verwendete True-RMS Zangenamperemeter wurde mittels eines Fluke 9100 Universal Calibration System kalibriert. (Standardkalibrierung nach Anforderungen der DIN EN ISO 9000 / 9001 und in Anlehnung an DIN EN ISO/ IEC 17025 (ISO Guide 25) ), Meßunsicherheit der aktuellen Einrichtung: bis 30A: +-0,08% +2mA, bis 105A: +-0,08% +11mA. Die Kalibrierung wurde mit der "10-Windungen Spule" durchgeführt. Dabei wurden die Herstellerangaben der Stromzange bestätigt. Das in der Voltcraft MS-9160 integrierte Multimeter wurde mit dem 6stelligen Voltmetereinschub eines kalibrierten Hewlett-Packard HP5328B und einem kalibrierten BBC MA5D Voltmeter abgeglichen - die Wertigkeiten waren zu den zwei Nachkommastellen identisch. Die Last haben wir mit BrunMax emuliert. Dabei haben wir mit der Software USB-View unserer Messstation die anliegenden CPU-Spannungen mitgeloggt. Die Spannung des Hypertransport-Links, welche AMD bei Sockel 939-Prozessoren mit knapp 3 Watt nannte, sind in den Messungen nicht enthalten und wären ggf. noch zu addieren. Cool’n’Quiet war bei allen Prozessoren aktiviert.
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