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Leistungsaufnahme: Intel Core 2 Duo-ProzessorenWir wollen uns der Vollständigkeit halber in diesem groß angelegten Vergleich auch die aktuellen Leistungsaufnahmen der Core 2 Duo Prozessoren ansehen. Auch hier gilt zu berücksichtigen, dass wir im Hause befindliche, ältere Modelle aus Launch-Artikeln zu Rate gezogen haben, wie auch jüngst erschienene Modelle in neueren Steppings. Entgegen zu den AMD-Vertretern, haben wir in dieser Tabelle auch Prozessoren der älteren Gattung mit in den Vergleich einbezogen und so tauchen, neben den C2D-Messungen auch die Resultate von Pentium D-CPUs auf, die Intel zwischenzeitlich auslaufen lässt.
Update: 17.07.2007: Anlässlich des im Juli 2007 erfolgten Test des QX6850, haben wir hierbei auch den QX6700 erneut vermessen Wir wurden mit Abweichungen konfrontiert. Eine Prüfung der Testunterlagen zu diesem Test ergab, dass der Autor versehentlich eine Phase der fünf vorhandenen, zu vermessenden nicht berücksichtigt hatte. Die korrekten Idle-Werte lauten 24,83 Watt und die korrekten Last-Werte 86,92 Watt. Deutlich zu erkennen ist, dass Intel mit den L2-Steppings der neuen Core 2 Duo Modelle auch noch einmal an der Leistungsaufnahme bei den Idel-Modi drehte. Hier kann man zum Teil die niederen Werte der AM2-Plattformen erreichen oder unterbieten. Doch stellen diese Idle-Zustände keine dauerhaft vergleichbaren Wertigkeiten dar. Kaum jemand schaltet seinen Rechner an um ihn den ganzen Tag im unbenutzten Zustand arbeiten zu lassen. Dies sind wirklich die wenigsten Menschen. Aber warum reden wir überhaupt von der Leistungsaufnahme. Wir reden darum darüber, weil es vor Jahren von AMD zum Thema gemacht wurde und die aus ökologischer Sicht auch korrekt ist. AMD nutzte diesen Punkt jedoch als Marketing-Instrument. und ging weniger auf die Vorteile für den Endkunden in Zahlen und die ökologischen Vorteile in Richtung Klimaschutz ein. Intel drehte darum den Spies um. Zurzeit sind die Top-Versionen von Intel deutlich unterhalb der Leistungsaufnahme der AMD-Vertreter was Last betrifft und selbst eine Vier-Kern-Version von Intel, die bei AMD derzeit noch nicht vorhanden ist, arbeitet vom Verbrauch her auf dem Niveau von AMDs Desktop-Top-Modell 6000+. Die gezeigten Zustände lassen sich definitiv auf keine Praxis im Alltag eines PC-Anwenders umlegen. Kein Anwender „idelt“ den ganzen Tag, kein Anwender nutz den ganzen Tag den Rechner unter Volllast. In der Praxis mag man davon ausgehen, dass ein Rechner am Tag gerade einmal im Schnitt zwei bis vier Stunden im Betrieb ist. Nehmen wir uns also einen Anwender, welcher vier Stunden täglich sein System unter Volllast betreibt. Dieser würde mit einem Athlon 64 X2 6000+ im Jahr 106 kW/h Verbrauch liefern. Man darf – berücksichtigt man die erhöhte Mehrwertsteuer 2007 – mit einem Schnittbetrag von 20 Cent pro kW/h rechnen. Ein solcher PC würde also durch diesen Prozessor ca. 21 Euro Stromkosten im Jahr hervorrufen. Würde der gleiche Anwender einen Core 2 Duo X6800 verwenden, dann ergäben sich – nur Prozessorseitig – ca. 15 Euro Stromkosten im Jahr. Aber letztlich bleibt es das Gesamtsytem, welches Strom zieht und nicht nur der Prozessor. Festplatten, Laufwerke, Mainboard. Setzen wir an dieser Stelle einen Schnitt von ca. 200 Watt an, so ergäbe sich ein Bedarf bei vier täglichen Stunden Nutzung unter voller Last von ca. 58 Euro. Wir sehen an dieser Stelle erneut, dass Energie-bewusstes Denken von vielen Faktoren abhängig ist. Natürlich sind einzelne Komponenten wichtig - und natürlich, wenn eine Grafikkarte den doppelten Strom laut TDP, eines Prozessors frisst, dann haben wir Übeltäter gefunden – doch es bleibt letzten Endes die Summe der Dinge, welche wichtig für die Umwelt sind, nicht einzelne Faktoren, wie manches Marketing einen Glauben machen möchte. |
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