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AMD Radeon HD 3850 [RV670]

Intro

Erst seit einem guten halben Jahr sind die ersten Produkte der Radeon-HD 2000-Serie im Markt erhältlich und schon folgt mit der Radeon-HD-3000-Reihe der Nachfolger. Versprochen hatte sich AMD anfänglich von der HD 2000-Serie sicherlich mehr. Eine HD 2900 XTX, eine HD 2900 Pro und GT in kleineren Fertigungen und letztlich eine HD 2950-Karte sollte kommen. Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass AMDs HD 2900 XT weniger erfolgreich war, als der Hersteller sich das wünschte. Die Abwärme und der Stromverbrauch setzten neue Spitzenwerte und um den Stromhunger der Karte auch beim Übertakten befriedigen zu können, hatte AMD einen 8-Pin Stromanschluss auf den Boards verbauen müssen, wie er erst nach PCI-Express 2.2 Spezifikation vorgesehen wird. Die von AMD ursprünglich geplante HD 2900 Pro erschien dann ebenfalls nicht mehr im Markt. Statt dessen gab es bei verschiedenen Herstellern eine HD 2900 Pro — eine schlicht um Taktraten verringerte HD 2900 XT-Variante — in begrenzter Stückzahl, die lediglich den Namen des gestrichenen Produktes trug.

Über die Gründe mag man vielseitig spekulieren. Ein wesentlicher Punkt mag letzten Endes wohl auch ein Problem in der Fertigung gewesen sein. Die zum jetzigen Zeitpunkt erwartete HD 2950 erscheint, doch nicht mehr unter diesem Namen. AMD, trotz recht guter Verkaufserfolge bei der HD 2000-Serie, insbesondere bei kleineren Varianten wie der HD 2400, startet AMD nun in die "dritte Generation" seiner Grafikkarten. Und weil die dritte Generation eine "3" im Namen trägt, hört die heute neu vorgestellte AMD-Grafikkarten-Familie auf den Namen HD 3000.

Um eine höhere Transparenz zu gewährleisten, legt AMD der neuen Grafikkarte auch gleich ein neues Namensschema bei und verabschiedet sich von den Anhängseln wie "Pro" und "XT". Wie bisher, soll hierbei die erste Ziffer die Generation und die zweite Ziffer die Familie innerhalb der Generation symbolisieren. Die dritte und vierte Stelle sollen neuerdings die Variante eindeutig kennzeichnen und ersetzen die Kürzel wie "Pro" und "XT". Die Ziffernkombination xx50 ersetzt hierbei das "Pro" und xx70 das "XT" im Namensschema. Mit dem heutigen Tag stellt AMD dann die HD 3800-Serie vor und startet mit den Modellen Radeon HD 3870 und Radeon HD 3850.

AMD Radeon HD 3850 [RV670]


Die Basis für beide Modelle schafft hierbei der bereits im Vorfeld in vielen Gerüchten erwähnte RV670-Chip. Rein technisch gesehen, gibt es allerdings gegenüber der Vorgänger-Reihe eher weniger Änderungen zu begutachten, worauf wir im Technik-Teil des Artikels allerdings noch einmal zurückkommen werden. Prinzipiell ist die Vorgehensweise ähnlich wie bei NVIDIA mit deren G92-GPU (GeForce 8800 GT) — AMD versucht durch einen kleineren Fertigungsprozess Kosten zu sparen und ehemalige High-End-Produkte preislich gesehen im oberen Mittelklasse-Bereich zu positionieren.

Für unseren heutigen Test stellte uns AMD eine Radeon HD 3850 mit 256 MB Grafikspeicher zur Verfügung. Die HD 3870-Variante blieb uns auf Grund zu weniger Muster derzeit verwehrt. Hierzu hatten wir aber auch kürzlich bereits berichtet, dass AMD das Hauptaugenmerk derzeit bei der HD 3850 habe — die HD 3870, zwar schneller, würde sicherlich nicht so gut vom Markt akzeptiert, als die günstigere 3850. Bereits zu diesem Zeitpunkt, sind erste Modelle bei einigen Händlern gelistet und es wird deutlich, dass sich die 256-MB-Version deutlich unter der 200-Euro-Marke bewegt. Bei breiter Verfügbarkeit dürfte sich die Karte wohl sogar eher in der 150-Euro-Region bewegen — immer vorausgesetzt, dass ausreichende Stückzahlen und die passende Nachfrage vorhanden sind. Ein Preissegment, in dem derzeit durchaus noch Platz für neue Karten ist. HD 3870 Karten zielen dabei wohl eher einen Bereich zwischen 220 und 250 Euro an — auch hier finden sich bereits erste Listungen bei Händlern. Bei der HD 3870 darf man derzeit wohl eher von knapper Verfügbarkeit ausgehen — die HD 3850 soll es noch in diesem Jahr in großen Mengen geben. Ob es AMD gelungen ist einen ähnlichen Preis-Leistung-Kracher wie die GeForce 8800 GT zu schaffen, nur eben eine Preisstufe tiefer, dass wollen wir in unserem heutigen Artikel klären.

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