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AMD 7-Series ChipsätzeUm den eben angesprochenen AM2+-Sockel auf Chipsatzseite zu unterstützen, stellt AMD heute auch drei neue Chipsätze vor. Die Modelle aus der 7er-Serie unterteilen sich in eine Top-Range- (790FX), eine Mainstream- (790X) und eine Einsteiger-Variante (770). Dabei unterstützt die FX-Variante als einziger Chipsatz CrossfireX.
Unter CrossfireX versteht AMD die Zusammenschaltung von bis zu vier Grafikkarten der PCI Express 2.0-Generation, die im Moment durch die 38x0-Modelle repräsentiert wird. Hierfür bietet der Chipsatz in der Northbridge zwei PCIe x16-Leitungen, die sich bei Bedarf in vier x8-Gruppen verteilen lassen. Zusätzlich finden sich in der Northbridge noch sechs weitere PCIe 2.0-Leitungen für die Anbindung von zusätzlichen Steckkarten oder Motherboard-Komponenten. Als Southbridge kommt wieder die altbekannte SB600 zum Einsatz, die nummerisch eigenlich passende SB700 gibt es wohl erst nächstes Jahr, ebenso wie Version mit integrierter Grafik mit dem Namen 780G.
Die beiden anderen Chipsätze sind v.a. hinsichtlich der verfügbaren Grafikoptionen eingeschränkt. der 790X unterstützt lediglich einen aufspaltbaren x16-Port für bis zu zwei Grafikkarten, der 770 lediglich einen Steckplatz für eine einzelne x16-Grafikkarte. Allen dreien gemeinsam ist die Fertigung im aktuellen 65 nm-Prozess (zumindest die Northbridge), obwohl Chipsätze meist, da sie weniger anspruchsvoll sind als Prozess-Logik in älteren Produktionsstätten gefertigt. Allerdings hat dieser Schritt für uns den Vorteil, dass endlich einmal ein Hersteller den Energiebedarf seiner Chipsätze offenlegt. AMD nennt für den 790FX eine TDP von gerade einmal 10 W und stellt dies einer Zahl von ">26 W" für einen Intel X38 gegenüber - dabei sprechen wir allerdings von einer maximalen TDP. Keine Angaben liegen zur Idle-Aufnahme vor, ebensowenig vergleicht man sich mit den P35-Chipsätzen, deren TDP deutlich darunter genannt wird (max. 16 Watt - inkl. Speichercontroller)..
Mit den neuen Chipsätzen führt AMD auch die "OverDrive"-Funktionalität ein. Mithilfe des gleichnamigen Tools läßt sich, ähnlich der nTune-Lösung von NVIDIA, im laufenden Betrieb an Parametern wie Spannungen, Takten, Multiplikatoren etc. drehen sowie dynamisches, d.h. lastabhängiges Overclocking einrichten. Die Software nutzt dabei Fähigkeit der Phenom-Prozessoren, Spannungen und Takte der einzelnen Kerne separat anzusteuern und somit auch individuell zu übertakten. Ergänzt wird das Tool um Stabilitäts- und Benchmarkfunktionen. Mainboards mit den neuen Chipsätzen sollen den Preisbereich von 70 bis hinauf zu 250 US-$ abdecken. |
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