Intro
Ursprünglich für das vierte Quartal 2006 angesetzt. Im November den Start als erste DirectX 10 Desktop-Karte verpasst, NVIDIAs G80 wird gelauncht – während Kalifornien schon feiert wird in Kanada noch kräftig entwickelt. Ein neuer Erscheinungstermin steht: Anfang 2007. Im Februar dieses Jahres abermals verschoben – NVIDIA feiert die DirectX-10-Party alleine weiter. Im März eine Veranstaltung für geladene Gäste in Tunis – ein Lichtblick am Ende des Tunnels. Heute, der 14. Mai 2007 – es ist vollbracht: Der R600 erblickt das Licht der Welt.
Lange hat es gedauert, aber mit dem heutigen Tag ist es nun endlich soweit und AMD stellt mit der Radeon HD 2000 Serie die ersten DirectX-10-fähigen Grafikkarten aus eigenem Hause vor. Die HD 2000 Serie gliedert sich hierbei in Radeon HD 2900 (R600), Radeon HD2600 (RV630) und Radeon HD2400 (RV610) auf. Zwar erfahren alle drei Produkte Heute ihre Veröffentlichung, allerdings wird zum jetzigen Zeitpunkt lediglich die Radeon HD 2900 käuflich erwerbbar sein. Auf die Radeon HD 2600 und Radeon HD 2400 Produkte müssen potentielle Käufer laut AMD noch bis Ende Juni warten.

Technische Daten
Aus technischer Sicht greift AMD beim R600 und dessen Abkömmlingen – wie bereits des längeren bekannt – auf die Erfahrungen mit dem Xenos-Chips aus der Xbox360 zurück. Dementsprechend werden die DirectX-10-Anforderung über eine Unified-Shader-Architektur, wie sie im Desktop-Bereich bereits von NVIDIAs G8x-Chips bekannt ist, realisiert. Bevor wir allerdings an dieser Stelle näher auf die technischen Hintergründe der Radeon HD 2000 Serie eingehen, werfen wir zunächst einen Blick auf die groben Spezifikationen der einzelnen Produkt-Serien.
| Radeon HD 2900 XT | Radeon HD 2600 | Radeon HD 2400 | |
| Codename | R600 | RV630 | RV610 |
| Transistoren | 700 Mio. | 390 Mio. | 180 Mio. |
| Fertigung | 80 nm | 65 nm | 65 nm |
| GPU-Takt | 740 MHz | 600-800 MHz | 525-700 MHz |
| Speichertakt | 825 MHz | 400-1100 MHz | 400-800 MHz |
| Speicherinterface | 512 bit | 128 bit | 64 bit |
| Shader-Einheiten | 64 unified Shader | 24 Unified Shader | 8 Unified Shader |
| Typ Shadereinheiten | Vec5 (Vektorproz.) | Vec5 (Vektorproz.) | Vec5 (Vektorproz.) |
| Co-Issue | 1:1:1:1:1 | 1:1:1:1:1 | 1:1:1:1:1 |
| TMUs | 16 | 8 | 4 |
| ROPs | 16 | 4 | 4 |
| Speicherausbau | 512 MB | 256 MB | 128 / 256 MB |
| Speichertyp | GDD3 | DDR2 / GDDR3 / GDDR4 | DDR2 / GDDR3 |
| Shader-Version | 4.0 | 4.0 | 4.0 |
| typische Leistungsaufnahme (laut AMD) | ca. 215 Watt | ca. 45 Watt | ca. 25 Watt |
| Erscheint als | Radeon HD 2900 XT | HD 2600 Pro & HD 2600 XT | HD 2400 Pro & HD 2400 XT |
| Erscheinungsdatum | 14. Mai | Ende Juni 2007 | Ende Juni |
| Preis | 399 Dollar | 99-199 Dollar | <99 Dollar |
Wie zu erkennen ist, wird der R600 weiterhin im 80 nm Prozess, die kleinen Geschwister RV630 und RV610 bereits in 65 nm, gefertigt. Der R600 zählt insgesamt rund 700 Millionen Transistoren. Zwar "nur" 20 Millionen Transistoren mehr als das Konkurrenz-Produkt G80, aber in Anbetracht von ungefähr der Hälfte an Transistoren bei den Flaggschiffen der letzten Generation, eine faszinierende Zahl. Betrachten wir nun im folgenden den Aufbau der Architektur etwas genauer.


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