AMD Radeon HD2000-Serie im Test

Intro

Mitte Mai stellte AMD offiziell die Radeon HD2000-Serie vor. Die Fangemeinde wartete bis dato schon lange auf die DirectX 10-Antwort von AMD/ATI, wobei der Schwerpunkt der Erwartungshaltung erst einmal weniger bei der Microsoft-Schnittstelle, als vielmehr bei der allgemeinen Leistung des Produktes lag. Leider handelte es sich bei dem im Mai eingeführten Produkt erst einmal um das Produkt HD2900XT – weder das Flaggschiff mit dem Kürzel „XTX“, noch die kleineren Pro- und XT-Modelle der 2400er und 2600er Gattungen trafen im Markt ein.

Während die HD2900XT sich offiziell unmittelbar gegen eine NVIDIA GeForce 8800GTS richtet, hat AMD zurzeit im High-End-Segment noch nichts gegen NVIDIAs 8800GTX und Ultra zu setzen, führte aber AMD zumindest am 28. Juni die kleineren Modelle HD2400 und HD2600 ein. Diese gibt es inzwischen in Pro- und XT-Varianten, unterstützen ebenfalls DirectX 10 und bieten eine Fülle an Multimedia-Eigenschaften – zumindest in der Theorie. Die neuen Modelle wollen den LowCost-Markt und den Mainstream-Bereich abdecken und stellen sich preislich gegen die Produkte des Mitbewerbers NVIDIA mit Namen GeForce 8400, 8500 und 8600.


AMD HD2000-Serie im Test


Dabei war die Argumentation für die ursprüngliche Verzögerung der Produktvorstellungen, dass AMD zum Start der neuen Modelle eine umfassende Produktpalette bieten wollte. Warum nun letzten Endes die HD2900XT im Mai, die kleineren Produkte vier Wochen später im Juni und über allesamt schon seit dem letzten Jahr spekuliert wird, bleibt bis dahin das Geheimnis von AMD/ATI.

Wir konnten euch bislang lediglich eine Preview zu den neuen AMD Radeon-Modellen bieten. Gründe dafür sind vielfältig. So war es uns im Mai schlicht zeitlich nicht möglich, an der Vorstellung teilzunehmen, im Juni standen wir Gewehr bei Fuß, doch lagen die Karten leider unnötig lange im Hause AMD und erreichten uns letzten Endes erst am Tag vor der offiziellen Vorstellung – ein nicht zu bewältigendes Unterfangen also. Damit wollen wir dann heute unsere Impressionen zur neuen AMD-Grafikkarten-Serie präsentieren und die eine oder andere Überraschung war dann – trotz ein paar Wochen nach der Vorstellung – noch immer im Gepäck.

Hinsichtlich der technischen Neuerungen der Karten wollen wir heute nicht erneut das hier geschriebene wiederholen. Wir werden in dem nachfolgenden Kapitel die Technik lediglich noch im Bereich der Multimedia-Eigenschaften der Karten anreißen und einen tabellarischen Überblick zu den neuen Karten geben.

AMD HD2000-Serie – Eckdaten und Technik

Radeon HD 2900 XT Radeon HD 2600 XT Radeon HD 2600 Pro Radeon HD 2400 XT Radeon HD 2400 Pro
Codename R600 RV630 RV630 RV610 RV610
Transistoren 700 Mio. 390 Mio. 390 Mio. 180 Mio. 180 Mio.
Fertigung 80 nm 65 nm 65 nm 65 nm 65 nm
GPU-Takt 740 MHz 800 MHz 600 MHz 700 MHz 525 MHz
Speichertakt 825 MHz 700-1100 MHz 400-500 MHz 700-800 MHz 400-500 MHz
Speicherinterface 512 bit 128 bit 128 bit 64 bit 64 bit
Shader-Einheiten 64 unified Shader 24 Unified Shader 24 Unified Shader 8 Unified Shader 8 Unified Shader
Typ Shadereinheiten Vec5 (Vektorproz.) Vec5 (Vektorproz.) Vec5 (Vektorproz.) Vec5 (Vektorproz.) Vec5 (Vektorproz.)
Co-Issue 1:1:1:1:1 1:1:1:1:1 1:1:1:1:1 1:1:1:1:1 1:1:1:1:1
TMUs 16 8 8 4 4
ROPs 16 4 4 4 4
Speicherausbau 512 MB 256 MB 256 MB 256 MB 128 / 256 MB
Speichertyp GDD3 GDDR3 / GDDR4 DDR2 / GDDR3 GDDR3 DDR2
Shader-Version 4.0 4.0 4.0 4.0 4.0
typische Leistungsaufnahme (laut AMD) ca. 215 Watt ca. 45 Watt ca. 45 Watt ca. 25 Watt ca. 25 Watt
Preis ca. 399 Dollar 129 - 149 Dollar 89 - 99 Dollar 75 - 85 Dollar 50 - 59 Dollar

Am wesentlichsten fiel den Testern und Autoren des Artikels die massiven Preiskorrekturen auf, welche AMD bei der Einführung der kleineren HD2000-Modelle, gegenüber der ursprünglichen Einführung der HD2900XT, nun propagierte. Unverbindliche Preisempfehlungen wurden dabei nicht genannt – es wurden E-Tailer – also absehbare Marktpreise bei namhaften Online-Händlern gelistet. Dabei variieren nicht nur die Preise – welche sich in den Tabellen daran orientieren, mit welchen Speicherchips die Karten ausgestattet sind.



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