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AMD Radeon HD2000-Serie im Test

AMD HD2000-Serie – Multimedia Features

AMD und NVIDIA legten sich in jüngster Vergangenheit doch ins Zeug um mit weiteren Optionen, als nur 3D-Leistung zu glänzen. Waren in den letzten Jahren saubere Ausgabe von Videosignalen auf den FFS mit ein Prüfstein, neben den Möglichkeiten ob DVI oder Dual-DVI unterstützt wurde, so arbeiten beide Hersteller zurzeit auf dem Bereich Multimedia deutlich stärker. Die aktuellen AMD-Produkte wollen die Nase hier vorne haben.


AMD HD2000-Serie im Test


Doch beschränkt sich AMD derzeit mit den Angaben auf diese Tabelle – die HD2900XT lässt man gar außen vor. Und die kryptischen Zeichen wie HDMI, HDCP – letzten Endes stehen sie nur für die Umsetzung eines von der Filmindustrie eingeführten Parcours aus Lizenz-Abkommen und Kopierschutz-Codes – eine Hürde, welcher der Hersteller und der Anwender zu überwinden hat, will er letzten Endes die neue, wunderbare Welt des digitalen Kinoerlebnisses kennenlernen.

Ein Stück weit fühlt man sich zurück katapultiert in die Anfangszeiten von DVD-Laufwerken in PCs, welche teils Beschleunigerkarten à la Creative Labs benötigten, um ruckelfrei die Widergabe von DVDs zu ermöglichen. Nein, nicht die Hardware war zu schwach, der Kopierschutz war zu schwer für die Hardware. Und in Zeiten, in welche Hersteller sich durch Druck der Öffentlichkeit auf energiesparende Systeme besinnen, ihre Messlatten auf möglichst Energieeffiziente Prozessoren legen, da kommt AACS (Advanced Access Content System) – ein neuer Kopierschutz eben – gerade recht. Die Systeme rödeln (je nach Ausstattung) auf Volllast, die Ein-Kern-CPUs sind nicht wirklich in der Lage es zu bewältigen und neue Herausforderungen werden gestellt. Nein, wichtig sind sie nicht, gegeben sind sie aber, will man die Tüte Chips doch wirklich bei höchster Auflösung noch genießen können. Man findet sich damit ab, - ist eben so – Hardware zu langsam, schnellere muss her.


AMD HD2000-Serie im Test


Und so verbirgt sich die eigentliche Attraktion der neuen AMD-Grafikkarten in den Funktionen zur Wiedergabe von High Definition Video – zumindest auf dem Papier. Ähnlich wie schon im AMD690- Chipsatz ist in den HD 2400 bzw. HD 2600 Modellen ein vollwertiger HDMI-Ausgang enthalten. Die dafür notwendigen HDCP-Schlüssel zur Verschlüsselung des Videosignals zwischen Ausgabe- und Darstellungsgerät sind dabei fest im Grafikprozessor enthalten. Bisherige Karten wie auch die Konkurrenz von NVIDIA ist hierbei noch auf separate Chips, meistens von Silicon Image angewiesen.

HDMI kann aber nicht nur, sobald das HD-Abspielmedium (TV, Blu-ray oder HD-DVD) das Broadcast-Flag setzt, was die HDCP-Verschlüsselung erzwingt, verschlüsselte Bilder ausgeben, sondern zugleich noch Sound transportieren. Bisher war hierzu eine separate Verkabelung des Digitaltons vom Soundausgang zur Grafikkarte vonnöten, die neuen ATI-Chips enthalten für diesen Fall eine vollwertige HD-Soundeinheit, so dass die Beschränkungen der digitalen S/PDIF-Verkabelung entfallen.


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