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High-End DDR2-Speicherroundup

Speichertechnik: Prozessorbandbreite C2D

Der derzeit sehr beliebte Core 2 Duo Prozessor leidet noch unter einer Alterskrankheit – dem Front Side Bus (FSB). Über diesen Bus kommuniziert die CPU mit dem Speichercontroller, welcher sich in der Northbridge befindet und an diesen Controller ist der Speicher letzten Endes angebunden. Auch hier steht nur eine gewisse Bandbreite zur Verfügung, welche nicht vergessen werden sollte:

  • FSB800
    200 MHz FSB x 64 Bit x 4 (QDR) Datenpakete pro Takt = 51200 MBit/s = 6400 Mbyte/s

  • FSB1066
    266 MHz FSB x 64 Bit x 4 (QDR) Datenpakete pro Takt = 68096 MBit/s = 8500 Mbyte/s

  • FSB1333
    333 MHz FSB x 64 Bit x 4 (QDR) Datenpakete pro Takt = 85248 MBit/s = 10600 Mbyte/s

  • FSB1600
    400 MHz FSB x 64 Bit x 4 (QDR) Datenpakete pro Takt = 102400 MBit/s = 12800 Mbyte/s

    Mit dem letztgenannten Beispiel eines FSB1600 Prozessors haben wir schon kommende Intel Core 2 Modelle berücksichtigt, die zurzeit noch nicht am Markt sind. Aus dieser Formel leitet sich aber auch ab, dass zwei DDR2-800 Speicherriegel im Dual-Channel-Betrieb und einer Bandbreite von 12,8 GByte/s mehr als das Optimum für einen aktuellen Core 2 Duo mit einer Prozessorbandbreite von 10,6 GByte/s bei FSB1333 darstellen.

    Einen Bandbreitenüberhang auf Seiten des Speichers muss man in einer solchen Konstellation nicht verurteilen. Vielmehr ist er auf gewisse Weise und in gewissem Umfang durchaus noch sinnvoll. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Angaben zu Speicherbandbreiten, rechnerisch ermittelt, nur das theoretische Maximum im besten Fall aller Optionen, die aktuelle Hardware zu bieten hat, darstellt.

    Hier müssten die maximalen Open Pages des Chipsatz erfüllt werden, welche aber nur in aller Regel bei Bestückung aller Speicherbänke mit zweiseitigen Modulen angetroffen werden. Es muss der beste Fall an Vorhersagen und Treffern seitens des Prozessors eintreten. Ein Page Miss lässt dies schon scheitern.

    Man darf sich diese theoretischen Angaben nicht so sehr auf die Fahnen schreiben. Beim Lesen der Seiten eines Buches erreicht man irgendwann das Ende einer Seite und muss umblättern und in der Praxis tritt auch ein solcher Umstand – vereinfacht ausgedrückt – ebenfalls ein. Damit werden in der Praxis die theoretischen Speicherbandbreiten nicht erreicht.

    Natürlich ist sich Intel des limitierenden FSB bewusst und in vielleicht 12 Monaten sollen Prozessoren des Herstellers, mit integriertem Speichercontroller, diesen Flaschenhals beseitigen und den FSB endgültig in Rente schicken. Bis dahin hat sich Intel technisch anderer Möglichkeiten bedient, um den FSB in Schach zu halten. Prozessoroptimierungen und große Caches sind hier das Schlüsselwort.

    Nur wer in der täglichen Praxis sehr häufig mit großen Dateimengen arbeitet, wird letzten Endes von einer Speicherbandbreitenerhöhung profitieren und hier und dort ggf. auf eine Limitierung durch den FSB treffen. Im Desktop-Bereich sind solche Dinge aber eher die Ausnahme. Der Großteil der täglichen Berührungspunkte am PC hat überwiegend mit kleinen Dateien zu tun, überwiegend auch welche, die bequem in den CPU-Cache passen und dort sehr viel schneller zur Verfügung gestellt werden können, als über den langen Weg vom Speicher zum Controller über den FSB zum Prozessor. Diese CPU-Optimierungen sind Intel mit den C2D-Modellen gar sehr gut gelungen, so dass sich schon wieder in der Theorie die Frage stellt, ob man denn tatsächlich DDR2-800 oder gar DDR2-1066 Speicher benötigt.

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