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Los

Foxconn GeForce 8800 GTS Overclocked-Version

Fazit

Unsere vorstehenden Auswertungen zeigten, dass Foxconns GeForce 8800 GTS Overclocked-Version – je nach verwendetem Benchmark - sich zwischen 3 und 17% Mehrleistung gegenüber einer regulären GeForce 8800 GTS erarbeiten kann. Das Mittel der meisten Anwendungen dürfte sich im Bereich zwischen 10 und 15% bewegen. Damit erreicht man letztlich noch nicht die Leistung einer GeForce 8800 GTX, welche im vergangenen Test in etwa einen Vorteil gegenüber dem kleinen GTS-Bruder, von ca. 20 % vorzuweisen hatte. Doch immerhin, man nähert sich solchen Resultaten durchaus deutlich. In der „händisch“ übertakteten Variante, welche wir mit maximal erreichten Übertaktungsresultaten benchmarkten, trifft man die Leistungsklasse der GTX eigentlich ziemlich genau.

Doch an der Stelle treten dann durchaus Bedenken in die Betrachtung. Zum einen kann man keinesfalls unsere Übertaktungs-Resultate pauschal auf alle Foxconn Karten dieser Serie umlegen. Jedes Stück Hardware kann sich gerade in diesen Bereichen durchaus unterschiedlich verhalten und grundlegende Voraussetzung ist schlechthin, dass die hier angetroffenen, schnellen Speicherchips auch grundsätzlich zum Einsatz kommen. Zum anderen bewegt man sich bei unseren Werten schon hart an der maximalen Lastgrenze der Grafikhardware, wovon man dauerhaft sicherlich abraten sollte – denn es fährt ja auch praktisch niemand seinen Wagen permanent kurz vorm roten Drehzahlbereich.

Wir haben aus diesen Test heute erfahren können, dass NVIDIA offenbar den Partnern die Möglichkeit bietet, GTS-Karten mit unterschiedlichen Speichern zu ordern. Nehmen wir uns die Ankündigungen der Hersteller der vergangenen Wochen im Bereich von übertakteten GeForce 8800 Modellen, so vermuten wir, dass einige Hersteller diesen Weg nun gehen – dafür natürlich einen höheren Preis zahlen müssen.



Die im Markt angetroffenen Angebote für Foxconn GeForce 8800 GTS-Modelle überraschen zudem. Die reguläre, also nicht übertaktete Variante wird zwischen 420 und 470 Euro derzeit angeboten. Wir fanden dagegen in Preissuchmaschinen Angebote für normale GTS-Karten im Bereich von 360 Euro startend. Allerdings muss man hierbei auch feststellen, dass die Preise bei eher „unbekannten Anbietern“, insgesamt deutlich höher gelistet sind. Modelle der namhaften Anbieter, beispielsweise ASUS, MSI oder gar Gainward (beispielhafte Aufzählung) werden dabei deutlich preisgünstiger angeboten.

Damit zeigt sich für unseren heutigen Testkandidaten gleich ein „Markt-Problem“, denn der Lieferumfang des Produktes würde definitiv keinen höheren Preis rechtfertigen. Und wenn die reguläre Foxconn GTS-Variante erst bei ca. 420 Euro startet – wo werden die Händler dann erst die heute vorgestellte Overclocked-Version listen? Durchaus muss man festhalten, dass der heutige Testkandidat ein für Enthusiasten interessantes Produkt darstellt, allerdings muss final das Preisgefüge schlicht passen, denn auch bei den zuvor genannten Angeboten gilt: Interessenten von GeForce 8800er Modellen müssen einfach tief in die Tasche greifen, um an der derzeitigen NVIDIA-Spitzenleistung teilhaben zu dürfen.

Update 22.01.2007: Nach kurzer Rücksprache mit dem Hersteller, würde hierzulande eigentlich ausschließlich die übertaktete Version der GTS-Karte von Foxconn vertrieben. Die Händlerlistungen sind hier aber leider nicht deutlich. In keinem der Angebote dort wird von höheren Taktraten gesprochen. Unser Muster trägt die interne Firmenbezeichnung FV-N88SMBD2-ONOC, wobei wir diese Angabe ebenfalls bei den Händlern nicht antreffen konnten. Allenfalls fanden wir die Bezeichnung FV-N88SMBD2-ODOC, welche ähnlich der unseren ist. Sollte das "OC" in der Namensgebung für "Overclocked" stehen, so wäre den Anbietern offenbar nicht bewußt, dass es sich um ein Modell mit anderen Taktraten handelt. In diesem Falle würde sich der Preis von ca. 420 Euro (lieferbar), als durchaus realistisch, verglichen zu üblichen GTS-Versionen, zeigen. Wir versuchen diesen Umstand noch final zu klären.

Update 23.01.2007: Wir hielten nun erneut Rücksprache mit Foxconn und man teilte uns mit, dass sich unser Verdacht wohl bewahrheitet. Die Karten im Markt, mit dem Anhang "OC" in der Produktbezeichnung - also beispielsweise FV-N88SMBD2-ODOC - sind tatsächlich die Overclocked-Versionen. Noch einmal teilte uns Foxconn mit, dass man nur diese GTS-Variante vertreibt. Ganz offensichtlich ist das den Anbietern des Produktes nicht bekannt und die Chip- und Speichertaktangaben bei diesem Produkt, wurden per Copy&Paste von regulären 8800 GTS-Grafikkarten übernommen. Fassen wir also final noch einmal zusammen, dass es sich bei den angetroffenen Angeboten um das hier im Test präsentierte Muster handelt, welches derzeit ab 420 Euro (lieferbar) über die Ladentheke geht. Damit spielt man noch immer im relativ teueren Segment und der Enthusiasten-Geldbeutel muss wohl auch hier noch gut gefüllt sein, doch bewegt sich das Foxconn-Modell nunmehr "nur noch" etwa 60 Euro über den günstigsten Angeboten regulärer GeForce 8800 GTS-Lieferanten.

Angesichts des Umstandes, dass wir zwischen regulärem GTS-Takt und der Foxconn OC-Version ca. 15% gemittelten Leistungszuwachs verzeichnen konnten, erscheint uns die Preisdifferenz nach wie vor zu hoch. Allenfalls, betrachtet man sich unsere - nicht repräsentativen - maximalen Übertaktungserfolge, dann erscheint das Angebot schon wieder in einem neuen Licht. Doch wirbt der Hersteller letztlich nur mit versprochenen 575 MHz GPU- und 900 MHz Speichertakt.

[pg] & [ls], 21. Januar 2007

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