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Intel P35-Chipsatz

I/O Controller Hub


Intel P35-Chipsatz


Natürlich ist die Entwicklung eines neuen Chipsatz nicht nur auf die Northbridge, bzw. wie sie von Intel auch als Memory Controller Hub bezeichnet wird, beschränkt. Beim P35 erscheint nun die 9. Generation, folgerichtig lautet der Name ICH9 (I/O Controller Hub). Allerdings wurden nur einige wenige Änderungen gegenüber der ICH8 vorgenommen. So wurde die Anzahl der USB-Ports von 10 auf 12 erhöht und bei den eSATA-Anschlüssen Port-Multiplying eingeführt. Mit dieser Technologie können mehrere Festplatten an einem Port betrieben werden. Gedacht ist dies in diesem Fall für externe eSATA-Anschlüsse, die sich dann mit einem internen Anschluss einen Port teilen. Die Bandbreite des derzeit aktuellen SerialATA/300-Standards ist dabei ausreichend groß für den Betrieb von zwei Festplatten.


Intel P35-Chipsatz


Die RAID-Fähigkeit des Controllers wird zudem für ein neues Feature namens „Rapid Recover“ genutzt. Dabei wird eine externe Festplatte kurzzeitig in einen RAID1-Verbund mit der zu sichernden Festplatte zusammengefasst. Die Daten werden nun auf die externe Platte 1:1 abgebildet und nach Abschluss des Sicherungsvorgangs und dem entfernen des zusätzlichen Datenträgers besitzt man ein exaktes Backup. Das Zurückspielen erfolgt dann auf dem umgekehrten Wege.


Intel P35-Chipsatz


Einzig markante Neuerung ist der bereits von der neuen Mobilplattform Centrino Duo her bekannte per PCI-Express angebundene Flashspeicher, der unter dem Namen „Turbo Memory“ vermarktet wird. Dieser lässt sich unter Windows Vista mit ReadyBoost und ReadyDrive ansprechen und beschleunigt den Bootvorgang wie auch Festplattenzugriffe als eine Art Zwischencache. Da diese Technologie optional ist, ist zu vermuten, dass es verschiedene Varianten der Umsetzung geben wird. Von aufgelöteten Chips über kleine Steckmodule bis hin zum Nichtvorhandensein wird wahrscheinlich alles vertreten sein.

Intel geht an diesem Punkt von aufgelöteten Flash-Bausteinen in der Praxis aus. Allerdings böte Intel für seine „Robson Technology“ auch die Möglichkeit eine PCI-Express x1-Steckkarte mit entsprechendem Flash-Speicher. Im Ergebnis bleibt es aber bei unserer vorläufigen Einschätzung, welche auch von den luxuriös ausgestatteten Platinen von ASUS und MSI untermauert wird: erst einmal kein Support durch vorhandenen Flash-Speicher oder separate Steckkarte.


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