Intel Core2 FSB1333-Prozessoren [QX6850 & E6750]

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Es wurde schon lange darüber spekuliert, wann wir seitens Intel eine Anhebung des Front-Side-Bus (FSB) erwarten dürfen. Bislang wurde dieser Kommunikations-Schnittstelle zwischen Prozessor und dem restlichen System ein Flaschenhals nachgesagt. Unkenrufe zum Trotz meinte Intel uns gegenüber schon vor zwei Jahren, dass "der FSB noch nicht limitiere". Die dann eingeführten Core2-Prozessoren zeigten, dass das betagte System des FSB doch offenbar noch nicht ganz zum alten Eisen gehört — zumindest verglichen mit dem nicht limitierenden System der AMD Athlon 64-Prozessoren, mit integriertem Speichercontroller.

Und obgleich es schon feststeht, dass auch Intel irgendwann dem AMD-Beispiel folgen wird und den Speichercontroller im Prozessor integrieren wird, so ist dies noch nicht hier und nicht heute der Fall. Statt dessen erhöht Intel den FSB und steigert damit die Bandbreite der Prozessoren, denen Speicherseitig ohnehin schon ausreichend Leistung gegenübersteht.

Ein Bandbreitenüberhang — entgegen aller theoretischen Berechnungen — hat bislang auf Seiten des Speichers noch nie geschadet — die Praxis lernte dies, die interne Theorie erklärte es. Doch profitierten die Intel-Systeme inzwischen kaum noch von diesem Überhang beim Speicher, sei es durch DDR2-1066 (noch nicht offiziell verabschiedeter Standard) oder gar dem neuen DDR3-Hauptspeicher. Bisherige, erste Gehversuche mit DDR3 zeigten erst einmal Ernüchterung.

Intel Core2 FSB1333-Prozessoren [QX6850 & E6750]


Schon seit ein paar Wochen geistern erste Benchmarks von FSB1333-Prozessoren durch das World-Wide-Web. Die einen berichten von einer "Null-Nummer", die anderen wiederum erzählen von einer gewissen bis spürbaren Leistungssteigerung dieser CPUs. Es mag vielleicht einmal dahin gestellt bleiben, ob so mancher sich vielleicht schlicht eines älteren Prozessors bediente und damit einen FSB1333 emulierte. Auch wir taten dies ernüchternd im Test des P35-Chipsatzes und gaben einen ersten Ausblick. Doch die nun von Intel gelieferten CPUs der finalen Serie — angedacht für den FSB1333 — und ab heute offiziell verfügbar, hielten doch die eine oder andere Überraschung für uns parat. So darf man durchaus auf die folgenden Zeilen dieses Artikels gespannt sein.

Wir werden betrachten, was tatsächlich unter der Haube eines FSB1333-Prozessors steckt und dabei werden wir das eine oder andere Detail erkennen, welches die Berichterstattung der vergangenen Wochen möglicherweise erklärt. Die offizielle Vorstellung der neuen Prozessoren und die Markteinführung wird am 22. Juli sein. Intel hat es der Presse allerdings schon ab heute erlaubt, Benchmarks und Preise bekannt zu geben.

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