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Intel QX9650 [Yorkfield]

Intro

Am 14. Juli 2006 startete Intel mit seinen in 65nm gefertigten Core 2 Duo Modellen in den Markt und sorgte für Fuore. Die komplett überarbeitete Core-Architektur zeigte nicht nur gegenüber den eigenen Pentium 4 Prozessoren einen enormen Vorteil im Bereich Leistungsfähigkeit und Leistungsaufnahme, sondern setzte sich sofort auch gegenüber den Produkten des Mitbewerber AMD durch. Ohne wirklich durch den Markt unter Druck zu stehen, zeigte Intel am 02. November 2006 dann, dass man auch schon Vier-Kern-Prozessoren fertigen und liefern kann.

Seit diesem Tag hat sich der Hersteller in seiner Desktop-Schiene bislang mit Leistungsupdates, Steigerungen des FrontSideBus und der Abrundung der Produktpalette nach unten begnügt. Die Pentium 4-Zeiten sind praktisch vergessen — Intel positioniert sein Produkt in allen Preisbereichen. Doch seit Monaten ist schon die Rede von Intel 45nm Prozess und durch das World Wide Web geistern Codenamen wie Penryn, Yorkfield und Wolfdale. Dabei hat sich ein wenig Penryn als Oberbegriff für die kommenden, in 45nm gefertigten Intel-Prozessoren eingebürgert, wenngleich Penryn eigentlich den fürs nächste Quartal geplante Mobil-Prozessor mit FSB800 darstellt.

Hinter dem Namen Wolfdale hingegen verbirgt sich der 45nm Nachfolger der derzeitigen Core 2 Duo Modelle, welcher ebenfalls erst im ersten Quartal 2008 in verschiedenen Versionen erwartet wird. Dabei verfügt diese CPU über 6 Mbyte L2-Cache und eben zwei Kerne. Yorkfield ist das Objekt unseres heutigen Artikels — der offizielle 45nm-Nachfolger der Core 2 Quad Prozessoren.

Intel QX9650 [Yorkfield]


So erlaubt Intel heute offiziell der Presse bereits über den Intel QX9650 zu berichten, dessen offizielle Markteinführung erst am 12. November erfolgen wird. Und wie sollte es auch anders sein, startet Intel die Einführung der neuen CPU-Serie gleiche mit einem Extreme Edition Flaggschiff. Der QX9650 arbeitet dabei, wie das momentane Flaggschiff QX6850, mit einem FSB1333 und vier Kernen zu je 3 GHz Takt, kommt allerdings neben dem Die-Shrink mit insgesamt 12 Mbyte L2-Cache daher. Das ist auch logisch, denn der kommende Dual-Core-Prozessor Wolfdale verfügt über 6 Mbyte L2-Cache, welcher den beiden Kernen vollends zur Verfügung steht. Und da der Yorkfield eben aus zwei zusammengesetzten Zwei-Kern-Prozessoren besteht, stehen diesem dann 12 Mbyte zur Verfügung. Recht verschwenderisch auf den ersten Blick. Der verfolgte Zweck dürfte sicherlich sein, den langsam limitierenden und in die Tage gekommenen FrontSideBus zu kompensieren — bis man schließlich in ca. einem Jahr mit dem Nehalem-Prozessor dann mit 8 Mbyte L2-Cache, dafür aber einem integrierten Speichercontroller antreten wird.

Abermals besteht für Intel eigentlich keine Eile neue Techniken vorzustellen / einzuführen und man könnte meinen, dass Intel dem doch schon stark angeschlagenen Mitbewerber noch weiter zusetzen möchte. Das weist Intel allerdings zurück. Ganz klar erklärte man, dass dieser Schritt nun zügig auf die 45nm Fertigung zu wechseln nichts mit AMD zu tun habe. Vielmehr profitiere man langfristig finanziell durch die kleinere Fertigung. Dies ist in der Tat zutreffend, doch hätte man dann — wie wir meinen — auch schon im November 2007 die gesamte Produktpalette, inkl. den Wolfdale Core 2 Duo vorstellen können. Der vorgezogene Quad-Core könnte möglicherweise auch mit dem kommenden AMD Phenom zu tun haben, welcher auf dem kürzlich vorgestellten K10-Kern basiert. Zwar hat AMD bislang noch nicht verlauten lassen, wann und letztlich mit welchen Taktraten der Phenom wirklich erscheinen wird, sollte er aber mit Taktraten von spekulierten 3 GHz noch in diesem Jahr erscheinen, so wäre AMD wieder mehr als Konkurrenzfähig.

Und so mag es letzten Endes ein wenig von beiden Varianten sein, welche uns heute in die Lage versetzen, dass wir euch den Intel QX9650 im Praxiseinsatz vorstellen können. Werfen wir zuerst einen Blick auf die technischen Neuerungen mit welchen der neue Prozessor daherkommt.

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