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Ebenfalls nicht ganz unschuldig an der höheren Anzahl an Transistoren dürfte die Tatsache sein, dass der G92 wieder über vollwertige bilineare Texturierungs-Einheiten (Texture Mapping Units, TMUs) verfügt. Das soll heißen, dass auf jede Textur-Filter-Einheit (TF) eine Textur-Adress-Einheit (TA) kommt und somit jede TMU pro Takt ein Texel adressieren und bilinear filtern kann. Der G80 verfügte hier lediglich über halb so viele Textur-Adress-Einheiten wie Textur-Filter-Einheiten.
![MSI NX8800GT OC [NVIDIA G92 — GeForce 8800 GT]](/images/reviews/2007/msi_nx8800gt/g92_tmus.png)
Drückt man die wichtigsten Eckdaten der obigen Veranschaulichungen in Zahlen aus, so kommt die GeForce 8800 GT auf eine arithmetische Rechenleistung (MADD+ADD) von 504 GFLOPs (Rechenleistung = Shadertakt * Anz. Shader-Einheiten * Operationen je Shader-Einheit pro Takt = 1500 MHz * 112 * 3 FLOPs = 504 GFLOPs). Im direkten Vergleich kommt die GTS-Variante auf 346 GFLOPs, also rund 31 Prozent weniger Rechenleistung.
Ähnliches gilt für Texturierungsleistung, wo die GeForce 8800 GT bei bilinearer Filterung mit 33,6 GTex/s (Anz. bi. gefilterte Texel pro Takt * TMU-Takt = 56 Tex * 600 MHz = 33,6 GTex/s) aufwartet und die GTS-Version mit 12,0 GTex/s deutlich ins Hintertreffen gerät. Allerdings ist dieser Wert mit Vorsicht zu genießen, denn der verhältnismäßig schlechte Wert der GTS-Version bei bilinearer Filterung rührt vom bereits angesprochenen 1:2 Verhältnis von Textur-Filter- zu Textur-Adress-Einheiten (24 TAs/48 TFs).
Bei der mittlerweile wichtigeren trilinearen oder gar anisotropen Filterung fällt der Unterschied deutlich geringer aus, da die Filterung hier meist mehrere Takte benötigt. Als Beispiel sei hier die trilineare Filterung angeführt, bei der für die Berechnung zwei bilinear gefilterte Texel benötigt werden: Während sich die Texturierungsleistung der GeForce 8800 GT auf 16,8 GTex/s halbiert, bleibt es bei der GeForce 8800 GTS aufgrund des 1:2-Verhältnis von TAs zu TFs bei 12,0 GTex/s.
Einzig bei der Speicherbandbreite zieht die GeForce 8800 GT den Kürzeren. Allerdings wird das kleinere Speicherinterface von 256 bit durch den höheren Speichertakt wieder etwas abgefedert. Und so bringt es die Karte bei einem Speichertakt von 900 MHz auf eine Speicherbandbreite von 57600 MB/s (Speicherinterface*Speichertakt*bit pro Takt [2 bei DDR]). Die GTS-Version mit 512 bit Speicheranbindung und 800 MHz kann sich mit daraus resultierenden 64000 MB/s in diesem Punkt also um 10 Prozent von der GeForce 8800 GT absetzen.
| Modell |
GeForce 8800 GT |
GeForce 8800 GTS 640 |
GeForce 8800 GTX |
| Arithmetische Rechenleistung (MADD+ADD) |
504 GFLOPs |
346 GFLOPs |
518 GFLOPs |
| Arithmetische Rechenleistung (MADD) |
336 GFLOPs |
230 GFLOPs |
346 GFLOPs |
| Texelfüllrate - bilinear |
33,6 GTex/s |
12,0 GTex/s |
18,4 GTex/s |
| Texelfüllrate - trilinear |
16,8 GTex/s |
12,0 GTex/s |
18,4 GTex/s |
| Speicherbandbreite |
57600 MB/s |
64000 MB/s |
86400 MB/s |
| Pixelfüllrate |
9600 MPix/s |
10000 MPix/s |
13800 MPix/s |
Alles in allem lässt sich bereits an den hier genannten Zahlen erahnen, dass die GeForce 8800 GT leistungstechnisch in Relation zum Preis sicherlich keine schlechte Figur machen wird. Aber wollen wir den Tag nicht vor dem Abend loben und sehen ob sich unsere Erwartungen in unserem Benchmark-Parcour schlussendlich bestätigen.
Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass es sich bei der GeForce 8800 GT um eine Grafikkarte nach PCI Express 2.0 Standard handelt. Den passenden Unterbau in Form eines Mainboards mit PCI Express 2.0-Schnittstelle vorausgesetzt, steht bei einer solchen Konstellation die doppelte Bandbreite gegenüber einem herkömmlichen PCI-Express-System zur Verfügung, was allerdings zumindest in Spielen derzeit kaum Auswirkungen auf die Performance haben dürfte. PCI Express 2.0 ist voll abwärtskompatibel, weshalb die Karten auch in standardkonformen Mainboards nach PCI Express 1.1 bzw 1.0 Standard laufen werden.
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