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OCZ Vendetta [Heatpipe-Kühler mit Direct-Contact]

Intro

Quo Vadis OCZ? Vom High-End-Speicherhersteller, über Flash-Speicher-Produkte, dann im Start mit Prozessor-Kühlern. Kürzlich erst war zu vernehmen, dass OCZ nun mit der Übernahme Hypersonic PC einen Hersteller von Enthusiasten-Computern übernommen hat. Die Marschrichtung ist klar: von Speicher-Modellen alleine kann man offenbar heute nicht mehr leben und ein einziges weiteres Standbein, beispielsweise im Flash-Speicher-Markt, ist nicht ausreichend um gegen die Übermacht an Mitbewerbern in den einzelnen Bereichen vorbeugen zu können.

OCZ ist in allen Bereichen derzeit höchst ambitioniert. Auf der letzten CeBIT zeigten wir nicht nur Kühler-Serien von OCZ, sondern auch wirklich eigenwillige Produkte wie einen Firewire-USB-Stick oder den Neural Impulse Actuator. Bislang ergaben sich aus den CeBIT-Innovationen keine wirklichen Kracher oder im Ergebnis auch keine Marktpräsentationen, die für Fuore sorgten.

Doch bleibt OCZ am Ball. Aktuell zeigt man den neuen Kühler: den OCZ Vendetta. Sieht man von einem mäßigen Action-Streifen der vergangenen Jahre ab, so steht Vendetta eigentlich für Blutrache ? geprägt und mit bekannten Einflüssen aus Mafia-Familen, obgleich der Begriff schon sehr viel früher entstand. Dennoch findet er seine Assoziation heute in Verbindung mit Clan-Fehden der Mafia wieder. Nun mag man sich die Frage stellen — und schnell wieder vergessen — mit wem denn das OCZ-Produkt in Blutrache steht. Mit wohl keinem, doch ist es ein Marketingwirksamer Begriff und so ein wenig könnte man deuteln, dass sich OCZ mit dem Rest der Kühler-Produzenten in Auseinandersetzung begeben möchte.


Natürlich will man dies nicht, doch in gewisser Weise hat der Vendetta durchaus Potential sich in wirkliche Konkurrenz mit den derzeit Top-Kühlerherstellern zu stellen. Grund dafür mag mitunter das Direct-Heat-Pipe-Design sein. Schlüssig aus der Formulierung wird, dass es sich um einen Kühler mit Heatpipes handelt — und "Direct-Heat-Pipe-Contact" steht letzten Endes dafür, dass die Heat-Pipes des Kühlers nicht nur vorhanden sind und evtl. in einer Bodenplatte des Kühlers verschwinden, nein, sie stehen in direktem Kontakt mit dem Prozessor bzw. dessen Heatspreaders.

Das Design des Vendettas ist mit Sicherheit nicht auf einer OCZ-Entwicklung entstanden. Vielmehr hat OCZ eine Xigmatek-Entwicklung eingekauft und die Lizenzrechte alleinig übernommen. Der Hersteller beabsichtigte ursprünglich die Technologie in einer kleinen und einer großen Variante zu präsentieren — doch bevor die "kleine Variante" überhaupt Tageslicht erblickte, hat ganz offensichtlich OCZ die Rechte daran erworben. Etwas zurückhaltend vielleicht und vielleicht hätte OCZ auch besser gleich noch die Lizenzen der großen Version erworben.

Sei es wie es will, der OCZ Vendetta ist ein Tower-Kühler, geeignet für aktuelle Sockel 939 / AM2 Plattformen wie auch für Intel Sockel 775 Systeme. Dabei ist der Kühler von Gewicht und Abmessungen her geeignet, in fast jedem aktuellen System eingesetzt zu werden und verletzt - eine Besonderheit — vom Gewicht her nur knapp die Vorgaben der Prozessor-Hersteller.

Ob die "Blutrache" zu anderen Kühlerherstellern nun tatsächlich gewichtig sein könnte oder eben Marketing letzten Endes über alles zählt, das verrät unser aktueller Artikel.

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