|
AMD 780G ChipsatzMit dem AMD 780G rundet der Prozessorproduzent seine 7er Serie ab. Wie der 790X/FX ist auch der Neuling technisch in der Lage die Neuerungen der Phenom-Prozessoren, wie beispielsweise Split Power Planes, umzsetzen.
Im Gegensatz zu den 790er-Chipsätzen stellt AMD der 780G-Northbridge schon die neuere Southbridgegeneration in Form der SB700 zur Seite. Die 790er wurden noch mit der inzwischen doch etwas betagten SB600 vorgestellt, die SB700 kündigt sich hier gerade erst an. Das eigentliche Highlight des Chipsatzes ist die Northbridge. Sie enthält in Form des 780G eine integrierte Grafik, die im Gegensatz zu ihrem Vorgänger DirectX 10 und Shader Model 4.0 unterstützt. Ebenfalls neu ist, dass AMD die Universal Video Decoding Engine zur Wiedergabe von High-Definition Video erstmals im Chipsatz vorgesehen hat. Für die Kommunikation mit seiner Umgebung ist ein HyperTransport in der Revision 3.0 zur Ansteuerung von Athlon (64 / X2)- und Phenomprozessoren im Sockel AM2+ vorgesehen. AMD beschreibt diese Schnittstelle als "2.0+ GHz" und gibt 5,2 GT/s mit einer maximalen kombinierten Bandbreite von 41,6 GB/s an. Das würde bedeuten, dass die Schnittstelle mit physikalisch 2,6 GHz taktet, was unter Berücksichtigung von zwei Bits/Takt zu den 5,2 GT/s führen würde. Da jede Richtung über 32 Bitleitungen verfügt, kommt damit die Bandbreite von 41,6 GB/s zustande. Die Taktfrequenz des HyperTransport wird von den Devices am Bus automatisch ausgehandelt, was v.a. für Mehrprozessorsysteme interessant ist. Momentan wird die Verbindung zu Athlon-Prozessoren (HT 1.0) mit 1,0 GHz betrieben, Phenom-Prozessoren laufen z.Z. mit 1,8 GHz HT-Takt, was der Taktfrequenz der prozessorintegrierten Northbridge entspricht.
Der 780G bietet einen PCI Express for Graphics (PEG) Slot mit 16 Lanes in der Revision 2.0 an, was eine Bandbreite von 5,0 GT/s ergibt. Dazu kommen sechs einzele PCIe 2.0-Lanes und vier Lanes, die als "A-Link Express II" die Verbindung zur Southbridge herstellen. Zusammen mit einer ATI Radeon HD 3450 kann die integrierte Chipsatzgrafik ein Hybrid Crossfire Gespann bilden. Dabei kommt zum Tragen, dass die mit 500 MHz Coretakt betriebene, Radeon HD 3200 genannte, interne Grafik und die HD 3400-Serie beide auf dem gleichen Kern, dem RV610, basieren. |
Vorherige Seite |
Nächste Seite |