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Gigabyte GA-MA78GM-S2H (AMD 780G)

AMD 780G Chipsatz

Hybrid Crossfire bündelt die Rechenleistung im AFR-Modus. Hier zeigt sich schon, dass die Bündelung von Grafikpower zwischen Chipsatz und diskreter Grafik nur mit Einsteigergrafikkarten Sinn macht, die im Aufbau und in der Leistungsfähigkeit verwandt mit den Onboard-Lösungen sind. Zum Herausholen des letzten möglichen fps mit einer High-Performance Karte lohnt sich das natürlich nicht, die schnelle Karte müßte laufend auf die integrierte Grafik warten. Der AMD 780G nimmt sich für Hybrid Crossfire einen der diskreten Grafik entsprechenden Speicherbereich vom eingebauten Hauptspeicher (typischerweise 256 MB). Hybrid Crossfire ist allerdings erst ab Chipsatztreiberversion 8.47 und nur unter Vista nutzbar. Was Hybrid Crossfire für die Performance bedeutet, zeigen wir später in diesem Artikel.

Aber auch ohne Crossfire läßt sich eine zusätzlich eingesteckte Radeon-Grafikkarte nutzen, um damit bis zu vier Monitore anzusteuern. Die Onboardgrafik kann ihr Bild dabei über DVI, HDMI, Sub-D oder den noch nicht etablierten DisplayPort ausgeben. Viele Mainboards haben erfreulicherweise inzwischen mindestens einen digitalen Ausgang. HDCP-Unterstützung zur Ausgabe hochauflösender geschützer Videodaten ist fest in der Northbridge verankert.

Die Southbridge hat ebenfalls eine Runderneuerung erhalten. Obwohl noch ein externer Taktgenerator notwendig ist, hat sich AMD dem Problemfeld der SB600 angenommen und an der USB-Performance gearbeitet. Insgesamt bietet die SB700 nun 12 USB2.0-Schnittstellen (und noch zwei USB1.1-Ports, die wir aber auf keinem Mainboard ausfindig machen konnten). Die einzigen vier in der Southbridge zur Verfügung stehenden PCIe-Lanes dienen der A-Link Express II-Verbindung zur Northbridge, die damit exklusiv PCIe-Verbindungen bereitstellt.

Gigabyte GA-MA78GM-S2H

Für Laufwerke steht noch ein IDE-Port (UDMA133) für insgesamt zwei Devices zur Verfügung. Interessanter dürfte aber sein, dass die SB700 zwei Serial ATA-Ports mehr hat als die SB600. Insgesamt stehen somit also sechs Ports zur Verfügung, die eSATA-fähig sind, also auch für externe SATA-Geräte tauglich und HotPlug-fähig sind. Konsequenterweise finden sich manche Mainboards, die einen der Ports auch auf dem I/O-Shield als eSATA-Port anbieten. Die Schnittstellen nennen sich SATAII, sind also für bis zu 3.0 Gb/s tauglich und unterstützen SoftRAID, im Nämlichen die Modi 0, 1 und 10 sowie JBOD.

Der HDAudio-Controller ist inzwischen selbstverständlich, ein Netzwerkcontroller fehlt, dieser wird auf den Mainboards über eine MAC/PHY-Lösung von Drittherstellern realisiert. Speziell für den Einsatz der Southbridge im Mobilbereich ist die Hyperflash-Unterstützung zu nennen, die die zweifelhaften Windows Vista-Features ReadyBoost und ReadyDrive über eine Steckkarte realisiert. Für Desktopmainboards gibt es hier auch unabhängig davon Module, die einfach auf die internen USB-Steckpfosten gesteckt werden.

Gigabyte GA-MA78GM-S2H    Gigabyte GA-MA78GM-S2H

Unter dem Codenamen RS780C bietet AMD noch eine Variante der Northbridge an. Der Chipsatz trägt in dieser Kombination den Namen AMD 780V und bietet keine Möglichkeit für Hybrid Crossfire und enthält keine UVD-Engine, was aus ihrer Ausrichtung auf den Business-Bereich resultiert.

Beiden gemeinsam ist, dass sie wie die aktuellen Grafikkarten in 55 nm Strukturbreiten bei TSMC gefertigt werden. Somt bleibt der Chipsatz trotz 205 Millionen Transistoren laut AMD bei lediglich 0,95 W Leistungsaufnahme im Idle-Modus. Leider hat AMD in dieser Generation keine Möglichkeit vorgesehen eine diskrete Grafikkarte im laufenden Betrieb ein- und auszuschalten, um im Desktopbetrieb ein leises, sparsames, und im Spielbetrieb ein performantes System zu erreichen, wie NVIDIA dies mit seinen kommenden Chipsätzen einführen will. Ein ähnliches Konzept, bei AMD "PowerPlay" genannt, soll (vorerst?) der Mobilversion des 780-Chipsatzes vorbehalten bleiben.



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