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 Gigabyte GA-MA78GM-S2H (AMD 780G)

Mainboards | 04.03.2008, 12:09 | Seite 8

Installation und Alltagsbetrieb - Speicheroptionen



Speicheroptionen Gigabyte GA-MA78GM-S2H
Systemperformance -
Speichertakt Auto / 400 / 533 / 667 / 800 / 1066
DRAM Burst Length -
CAS Latency (tCL) Auto / 3 / 4 / 5 / 6
Active to Precharge Delay (tRAS) Auto / 5 - 12
RAS Precharge (tRP) Auto / 3 / 4 / 5 / 6
RAS to CAS Delay (tRCD) Auto / 3 / 4 / 5 / 6
Bank Interleaving -
Rank Interleaving -
Write to Read Delay (tWTR) -
RAS to RAS Delay (tRRD) -
Read / Write Turn around - Read to Write Delay (tRWT) Auto / 0 / 1 / 2 / 3
Write Recovery Time (tWR) Auto / 3 / 4 / 5 / 6
DRAM Command Rate 1T / 2T
CPU Fast Command (ROMSIP) -
Refresh Mode -
Row Cycle Time (tRC) -


Das Gigabyte GA-MA78GM-S2H bietet für die manuelle Einstellung der Speicherparameter im BIOS die wichtigsten und auch ein paar exotische Einstellmöglichkeiten an. Gigabyte-typisch werden manche Einstellungen allerdings erst nach Betätigung der Strg+F1 Tastenkombination angezeigt - ein Anachronismus, der langsam einmal zu den Akten gelegt werden sollte, denn er verbirgt eben nicht mehr alle Tuning-Optionen.

II. Speicherkompatibilität und Energieversorgung


Bei der Speicherkompatibilität gab es mit den BIOS-Versionen F3a und F3b erfreulicherweise nichts zu bemängeln, was leider immer noch nicht selbstverständlich ist. Die Webseite von Gigabyte liefert dazu eine sehr ausführliche Liste kompatibler Module.

Speicher Organisation / Speichertakt Bemerkung
2x Corsair XMS8505v1.1 512 MB DS / DDR2-800/1066 stabil @ SPD
2x Super Talent T800UX2GC4 1 GB DS / DDR2-800 stabil @ 800
2x MDT M512-667-8 512 MB SS / DDR2-667 stabil @ SPD
2x Infineon HYS64T64000HU-3-B 512 MB SS / DDR2-667 stabil @ SPD
2x Corsair XMS5402v1.1 512 MB DS / DDR2-667 stabil @ SPD
2x OCZ2G8002G 2 GB DS / DDR2-667 stabil @ SPD
2x SS + 2x DS divers stabil @ SPD
4x DS divers stabil @ SPD

Diese wenigen Probleme mit den Speicherriegeln mögen auch damit zu tun haben, dass Gigabyte recht großzügig bei der Spannungsversorgung war. Denn bei Normaleinstellungen liegen an den Speicherriegeln 1,92 V statt der spezifizierten 1,80 V an. Bei der Prozessorspannung sieht es nicht besser aus. Statt den von der CPU geforderten 1,30 V liegen unter Last 1,40 V am Ausgang der Spannungsregler an, im Cool & Quiet Modus sind es 1,14 V statt wie vorgesehenen 1,10 V.

Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf den Energieverbrauch des Mainboards. Trotz des laut AMD so sparsamen Chipsatzes nahm das Board in identischer Konfiguration im Leerlauf 14 W mehr an elektrischer Leistung auf als sein Vorgänger im ATX-Format, im Nämlichen 76 W. Bei Wiedergabe einer HD-DVD wurden 122 W konsumiert, im 3DMark Loop bis zu 145 W. Die Prozessortemperaturanzeige kam uns dagegen mit maximal 45 °C zu niedrig vor.

Bild: Gigabyte GA-MA78GM-S2H (AMD 780G)

Während unter Windows XP nach Installation der AMD-Prozessortreiber Cool & Quiet tadellos funktionierte, stellte sich das Board unter Windows Vista etwas bockig an. Windows Vista stellt deutlich strengere Vorgaben an korrekt programmierte ACPI-Tabellen im BIOS. Ein Heruntertakten gelang uns erst mit manueller Konfiguration des minimalen Prozessortaktes in den erweiterten Energieoptionen. Sporadisch vergaß Windows diese Einstellung aber nach einem Reboot, sowohl in der 32- als auch in der 64Bit-Variante.

Dagegen funktionierten die Standby-Modi hervorragend, inklusive des Hybrid-Standby-Modus von Windows Vista. Der Clou hinter diesem Modus ist, dass bei Nutzung des Hybrid-Standby ein Übergang vom S3-Modus (Suspend to RAM) in den S5-Modus (Suspend to Disk) ohne zwischenzeitliches Aufwachen funktioniert, da die Speicherinhalte schon beim Einschlafen auf die Festplatte geschrieben werden.

III. Alltagsbetrieb


Im Testverlauf fiel uns auf, dass das Mainboard beim Einstecken einer Grafikkarte in den PEG-Slot schon bei der leichtesten Berührung der Karte mit den elektrischen Kontakten des Mainboards sofort bootete. Nur ein Abschalten des Netzteils half hier. Da eine Trennung vom Stromnetz aber ohnehin beim Basteln zu empfehlen ist, ist dies ein weniger schlimmes Problem.

Die Southbridge SB600 hatte mit Problemen bei der USB-Performance zu kämpfen, wenn mehrere Geräte gleichzeitig Daten transferierten. Wir sammelten daher einmal diverse Geräte zusammen, die im Testlabor herumlagen und kopierten Daten kreuz und quer. Selbst mit acht parallel übertragenden Geräten wurden die Übertragungen nicht langsamer als bei einem einzelnen Gerät.

Die verbauten I/O-Chips von Netzwerk über Firewire und SATA bis hin zu Audio arbeiteten in Bereichen, die keinen Grund zur Klage lieferten.




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