AMD Radeon HD 4870 (Palit Radeon HD 4870) im Test

Grafikkarten | 03.07.2008, 16:31 | Seite 12

Temperaturen Wandler und Besonderheiten



Auf eine Besonderheit stießen wir bei dem Versuch, die HD 4870 mit einer alternativen Kühllösung zu kühlen. Dabei haben wir, wie bislang recht häufig, den leistungsstarken Zalman VF-1000 eingesetzt, welcher sich auch problemlos auf einer Radeon HD 4870 montieren lässt.

Bild: AMD Radeon HD 4870 (Palit Radeon HD 4870) im Test

Auf kleinster Regelstufe trafen wir dabei Idle-Temperaturen von 50°C und Lasttemperaturen von 74C an – bis plötzlich kein Bild mehr vorhanden war. Diesem Umstand sind wir dann nachgegangen und mussten feststellen, dass die Abluft des Fans auf kleinster Regelstufe nicht mehr ausreichend war um den Vitec-Spannungswandler ausreichend mitzukühlen – das erste mal, dass uns so etwas passierte.

Bild: AMD Radeon HD 4870 (Palit Radeon HD 4870) im Test

Der Wandler erreichte dabei Spitzentemperaturen von bis zu 114 °C, gemessen an der Oberseite und schaltete bei dieser Temperatur ab. Drehten wir die Regelung des Zalman-Lüfters auf volle Regelleistung, reichte die Abluft hingegen aus und wir bewegten uns dauerhaft stabil im Bereich unter 100 °C.

Bild: AMD Radeon HD 4870 (Palit Radeon HD 4870) im Test

Leider fanden wir bei Vitec Electronics nicht das passende Datenblatt zu dem hier verbauten Wandler, doch die Datenblätter von ähnlichen Modelle sprechen hier von maximalen Temperaturen von 125°C. Wir dürfen wohl behaupten, dass dieser Wert, welcher sich auf die Kerntemperatur bezieht, wohl durchaus das Maximum darstellt, denn die ermittelten 114°C an der Oberfläche des Wandlers sollten in etwa 125 °C Kerntemperatur entsprechen.

Doch wie sieht es nun mit der Original-Kühlung aus. Leider, auf Grund der Bauart des Kühlers, war es uns nicht möglich einen internen Sensor korrekt zu platzieren, um das Temperaturverhalten zu überwachen. Jedoch konnten wir auf der unmittelbaren Gegenseite des PCBs über unseren Sensor Temperaturen im Bereich von ca. 91°C ermitteln. Wir können nur vermuten, dass der Wandler im Dauerbetrieb permanenten Temperaturen von 100°C ausgesetzt sein dürfte.

Das ist sicherlich noch im „grünen Bereich“ und dazu ist der Wandler ausgelegt, doch stellt sich natürlich die Frage, wie sich dieses bei massiven Übertaktungen verhält. Von extremen Spielereien wie beispielsweise Voltage-Mods sollte man absolut absehen. Und der Einsatz von externen Kühllösungen sollte hier dann doch deutlich überdacht werden, bzw. der Umstand der Wandlertemperaturen berücksichtigt werden.