Corsair Flash Voyager 64 GB

Storage & Speicher | 28.11.2008, 10:45

Intro



Zwei Trends lassen sich aktuell im Markt für USB-Sticks klar erkennen. Der eine geht zu Miniatur-Ausgaben der mobilen Datenspeicher hin, der andere zu immer üppigeren Kapazitäten bei normalen Bauformen. Aktuelle Spitzenmodelle der namhaften Hersteller sind bereits in Größen von 32 GByte und teilweise auch in Kapazitäten von 64 GByte erhältlich.

Es gibt allerdings einen weiteren Trend bei USB-Sticks, welchen der Kunde auf den ersten Blick so nicht erkennt. Es geht wieder deutlich um Kostenersparnisse und den Kunden Modelle zu bieten, die möglichst viel Kapazität für kleines Geld bieten. Vor Jahren betrieben die bekannten Stick-Hersteller eine Aufklärungskampangne darüber, dass USB-Stick nicht unbedingt mit USB-Stick gleichzsetzen ist, und dass dort durchaus erhebliche Unterschiede, gerade im Performance-Bereich zu finden sind. Die Kunden wurden sensibilisiert und nicht mehr jedes Discounter-Angebot wurde mit glänzenden Augen wahrgenommen. Vielmehr galt den Produkten am Krabbeltisch eher schon einmal ein verächtlicher Blick.

Auch bei den Discountern wurden größere Ansprüche – trotz geforderter niedriger Kosten – an die Lieferanten gestellt. Und so finden sich dann plötzlich auch am Wühltisch Modelle, welche möglicherweise mit hohen Transferraten, zumindest auf dem Papier, locken. Der Preis bestimmt die Nachfrage – oder war es umgekehrt? Nachfrage ist überhaupt das Stichwort schlechthin, denn beim größten Produzenten – Samsung nämlich – ist die Nachfrage nach schnellen SLC-Varianten gesunken und wenn die Nachfrage nicht stimmt, dann stimmt der Preis nicht. Die Fertigungen wurden zurückgefahren, die Preise für die SLC-NAND-Flash-Speicher stiegen weiter und der Abnehmer will schließlich konkurrenzfähig bleiben. Wieso sank die Nachfrage? Sowieso zu teuer? Nun, teuer bleibt das Zauberwort.

Bild: Corsair Flash Voyager 64 GB

In all den Entwicklungen der vergangenen Monate zeichnete sich bereits ab, dass man auch schnelle MLC-basierende Modelle bauen kann. Und nachdem eine entsprechende Anzahl an Angeboten im Controller-Segment für MLC-basierende Flash-Produkte erschienen, sprangen viele Hersteller auf den Zug auf und sorgten dafür, dass SLC heute wieder in eine kleine Nische rutschte. Man muss sich aktuell anstrengen um noch USB-Sticks mit SLC-Speicher in Angeboten zu finden. Einige wenige Angebote gibt es in der Tat noch – es hat den Anschein von Restposten, welche für 8 GByte-Varianten dann mit Preisen von knapp 100 Euro angeboten werden. Und dem gegenüber stehen dann MLC-basierende Produkte, welche mit hoher Performance und Kapazitäten von 32 GByte bei Preisen von ca. 70 Euro locken. Damit klärt sich der neue Trend eigentlich von selbst.

Und eigentlich ist es ja auch selbstverständlich. Prüft man MLC-basierende USB-Kandidaten mit den üblichen Verdächtigen, so sieht man, dass sich dort im Bereich Performance doch einiges getan hat. Durchschnittliche Schreib- und Leseleistungen können sich durchaus sehen lassen und liegen oft nur knapp hinter SLC-Varianten. Doch etwas ist faul im Lande Mordor. Stimmen werden laut, dass diese USB-Sticks unter immer häufiger zum Einsatz kommenden Anwendungen, nicht wirklich das halten, was sie versprechen. Bei großen Kapazitäten ist die Rede von Backupfunktionen, die Rede ist von mobilen Applikationen, welche sich wohl immer weiter verbreiten. Der Personal-Computer auf einem USB-Stick, welcher an verschiedenen Rechnern zum Einsatz kommt und dann wiederum am eigenen PC später synchronisiert wird, scheint sich im Zuge der gestiegenen Kapazitäten immer weiter durchzusetzen.

Wir gestehen offen ein, dass wir zwar von dem Umstand dieser "existierenden Anwender" wussten, sie aber, wie die Hersteller der Produkte auch, eher als Nischengruppe betrachtet haben. So klein, scheint diese Nische aber nicht zu sein. Stellt sich also die Frage, ob es überhaupt ausreichend ist, bei einem entsprechenden Test die üblichen "Testkandidaten" zum Einsatz zu bringen. Wir rollen das Feld also noch einmal von hinten auf. Dazu dient uns dann auch unser heutiger Testkandidat aus dem Hause Corsair, welcher mit MLC-Speicher und satten 64 GByte Speicherkapazität die Herzen der Anwender höher schlagen lässt.

Und eines schicken wir – nach erster in Augenscheinnahme des Flash Voyager 64 GB – vorweg: Corsair besitzt wirklich den Längsten mit Gummiüberzug ;).