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 Corsair Flash Voyager 64 GB

Speicher-Reviews | 28.11.2008, 10:45 | Seite 19




Fazit



Am Ende der heutigen Betrachtung angekommen, könnten wir zwei Seiten Fazit schreiben, doch wir wollen es versuchen auf den Punkt zu bringen. Sollte man wirklich nur ausreichend Speicherplatz auf einem USB-Stick benötigen um Daten von A nach B zu transportieren - seien es Videos, Bilder oder Musik - dann ist man mit den aktuellen Probanden aus dem neuen MLC-Lager gut bedient.

Die Hersteller scheinen zudem davon auszugehen, dass man damit die Masse anspricht und sich eben darauf zu konzentrieren, was Produktpolitik betrifft. Ist man auf dem richtigen Weg? Wohl kaum. Natürlich, aktuell scheint die breite Masse an USB-Nutzern die zuvor gezeichnete Linie zu fahren. Doch gerade mit großen Sticks und üppigem Speicherplatz bieten sich so viele Möglihckeiten, dass man auch im Lager der Hersteller abwägen sollte.

Großer Speicherplatz und die Zielgruppe von Videofiles wird dadurch gestört, dass man ab 4 GByte Filegröße NTFS-Dateisystem verwenden muss. Was das in der Praxis bedeuten kann, das haben wir gezeigt. Und weiterhin setzen die Hersteller beim Auslieferungsformat auf FAT32 und das hat seinen Grund.

Und dann gibt es natürlich den Anwender, welcher die Kapazität wünscht, einfach weil er damit arbeitet und nicht nur Daten transportiert. Er wünscht sich seinen mobilen Desktop auf dem USB-Stick, mit welchem er den ganzen Tag unterwegs ist und am Abend eben eine Synchronisation mit seinen Stationen vornimmt. Der bleibt aktuell bei MLC-USB-Sticks offenbar ein wenig auf der Strecke. Er wird nicht gesehen, er scheint nicht wichtig. Diese Gruppe wird wohl noch ein Weilchen leiden müssen.

Und nach all dem gezeichneten Bild in den Benchnmarks, nach all den geschriebenen Zeilen, macht der Hersteller Corsair hier leider keine Ausnahme. Vielmehr noch, gehört er zu einem der ersten namhaften Hersteller, welcher aus der SLC-Szene ausstieg. Voraussichtlich wird auch keiner mehr zurückkommen. Das Warten nach entsprechenden MLC-Varianten wird also die Zukunft sein? Möglich, traurig, Fakt.

Bild: Corsair Flash Voyager 64 GB

So bleibt als heutiges Fazit zum aktuellen Testkandidaten dann auch nur wenig Neues zu erzählen. Schnell bei großen File-Größen und sequentiellen Zugriffen. Träge wenn es um kleine Dateien und Refresh-Aktionen geht. Sicherlich bleibt weiterhin zu sagen, dass Corsair an der Ecke USB-Sticks seinen eigenen Weg geht und mit Robustheit in einigen Bereichen seine Akzente setzt. Vom Enthusiaten-Hersteller mit vielfach gesetzten Prioritäten erwarten wir hier allerdings doch ein Stückchen mehr.

64 GByte kann der aktuelle Voyager bieten. Mehr wird es aktuell erst einmal auch nicht werden. Das ergibt sich aus den technischen Möglichkeiten und der Bauform. Ca. 150 Euro ist der aktuelle Straßenpreis - das liegt im Mittelfeld der wenigen Anbieter für 64 GB-Modelle und geht damit sicherlich in Ordnung, da Corsair hier eben auch höchsten Wert auf Details im Bereich Wiederstandsfähigkeit legt und in diesem Segmenten Investitionen betreibt.

[pg], 28. November 2008

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