Los

 Corsair Flash Voyager 64 GB

Speicher-Reviews | 28.11.2008, 10:45 | Seite 9

Das richtige Dateisystem?



Nun muss man einfach klar festhalten, dass es im Bereich von Betriebssystemen vorrangig Windows gibt. Allerdings tritt Windows mit zwei unterschiedlichen Dateisystemen an. Einmal gibt es hier NTFS, das eigentliche Dateisystem "der Stunde", es gibt allerdings auch FAT oder FAT32. Die meisten USB-Sticks werden mit einer FAT32-Formatierung in den Markt geschickt.

An dieser Stelle trifft man einen gewissen Konflikt an. Wenn sich ein Hersteller von USB-Sticks mit Kapazitäten von 32 oder gar 64 GByte an den Endanwender richtet, dann trifft er natürlich auch die Gruppe an - und die will er auch treffen - welche mit Dateigrößen von über 4 GByte arbeiten und an der Ecke versagt natürlich FAT32 und NTFS muss her.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gibt: es kommt vielleicht hier und da schon einmal vor, dass ein Stick sich verschluckt und neu formatiert werden möchte. Tut man das mit einem 32 GByte-Stick unter Windows, so wird einem in aller Regel noch die Option der Formatierung zwischen FAT32 und NTFS geboten. Besitzt man einen 64-GB-Stick, so ist Windows hier ganz klar der Meinung, dass nur NTFS als Format in Frage kommt. Mit Boardmitteln kommt man Windows an der Ecke auch nicht bei und möglicherweise wählt der Anwender dann die NTFS-Formatierung. In der Praxis kann auch dies massive Nachteile bei USB-Sticks mit sich bringen.

Das NTFS-Dateiformat speichert schlicht noch zusätzliche Informationen mit ab und schreibt damit in die Zellen auch noch Sicherheitsinformationen oder Informationen zum Wiederfinden der Dateien. Die Zugriffe durch die Mehrinformationen können dadurch natürlich massiv ansteigen, nicht nur beim Schreiben, dort aber vorrangig.

Bild: Corsair Flash Voyager 64 GB
Quelle: FlexHex


Die Standardmäßigen Clustergrößen bei NTFS sehen dabei 4 KByte vor. Eine Seite in einem Block - und der muss immer komplett neu gelöscht und geflasht werden - sieht 2 bis 4 KByte vor, der Block selbst ist in aller Regel zwischen 128 und 512 KByte groß. Was das wiederum zur Folge haben kann, zeigen unsere späteren Benchmarks, die wir in gewissen Bereichen - nur zur Vervollständigung - auch mit einer NTFS-Formatierung vorgenommen haben.

Diese möglichen Unterschiede gehen bei den Messungen mit "üblichen Verdächtigen" einfach unter. Warum? Weil Programme wie HDTach, HDTune, H2benchw usw., die erhebliche, umfangreiche Messungen - auch beim Schreiben - vornehmen möchten, hierzu unpartitionierte Medien erwarten, ansonsten ist ein Schreibtest schlicht nicht möglich. Was macht der Tester? Er löscht die Partition und bekommt sein Resultat.

Sei es wie es will: aus unseren folgenden Messungen lässt sich praktisch überwiegend ableiten, dass FAT32 das wohl am besten geeignete Dateisystem darstellt. Es werden sich sich auch Fälle einstellen, bei welchen das NTFS-System offenbar Vorteile zeigt - in der Masse der Anwendungen müssen wir, gerade bei MLC, aber auch bei SLC (die es ohnehin nicht überhalb von 8 GB Kapazitäten zu erwerben gibt) davon abraten.





 Preisvergleich

Suchen

 Top-Produkte im Preisvergleich

Sapphire Radeon HD 5850
1024MB GDDR5 (267.23 EUR)
HTC Desire
(440.95 EUR)
Intel X25-M G2 Postville 80GB
2.5" (184.79 EUR)
AVM Fritz!Box Fon WLAN 7390
VoIP Router/ADSL2+ Modem (229.9 EUR)
Intel Core i5-750
4x 2.67GHz (169.24 EUR)


Mehr günstige Angebote finden