Alltagsbetrieb: Temperaturen
Die nachfolgenden Tabelle enthält Idle- und Last-Temperaturen der Testkandidaten. Vorweg möchten wir an dieser Stelle schicken, dass die Temperaturen allesamt auf einem offenem Teststand ermittelt wurden. Aufgrund des fehlenden Luftzuges, und dem dadurch kaum vorhanden Wärmebatransport von den Kühlrippen, ein absolutes Worst-Case-Szenario für jede passive Grafikkarte. In der Regel reicht bereits ein dezenter Luftstrom im Gehäuse aus um die Temperaturen in diesen Fällen merklich zu verbessern.
| Modell |
Idle-Temperatur |
Last-Temperatur |
Kühlung |
| Sapphire Radeon HD 3650 |
42 °C |
62 °C |
aktiv |
| MSI R3650 T2D512 |
28 °C |
55 °C |
aktiv |
| HIS Radeon HD 3650 |
- |
Update: 85°C |
passiv |
| GeCube Radeon HD 3650 |
41 °C |
54 °C |
aktiv |
| MSI RX3450 TD512H |
44 °C |
63 °C |
passiv |
| Sapphire Radeon HD 3450 |
51 °C |
75 °C |
passiv |
| GeCube Radeon HD 3450 |
41 °C |
54 °C |
aktiv |
| Zotac GeForce 8500 GT |
67 °C |
102 °C |
passiv |
Wie zu erwarten war, sind die Temperaturen sämtlicher aktiv gekühlter Modelle absolut unbedenklich. Bei den passiven Kandidaten trafen wir hier ein zwiespältiges Bild an.
Die beiden passiven Radeon-HD-3450-Karten von MSI und Sapphire geben sich in dieser Disziplin keinerlei Blöße. Was wohl mitunter an der niedrigeren Leistungsaufnahme und damit verbunden natürlich auch Verlustleistung liegen dürfte. Bereits deutlich mehr Mühe hatte hier das Zotac-Modell mit G86-Chip, wobei wir auch auf dem offenen Teststand mit keinen Stabilitäts-Probleme konfrontiert wurden. Ein testweiser Einsatz in einem geschlossenen Gehäuse mit Gehäuselüftern brachte die Karte sofort auf unbedenkliche Temperaturbereiche von ca. 80° C unter Last.
Ernsthafte Probleme in unserem Test bereitete uns lediglich die Radeon HD 3650 von HIS. Nachdem auf offenem Teststand kein stabiler Betrieb möglich war, installierten wir auch diese Karte in einem geschlossenen Gehäuse. Wo Zotacs GeForce 8500 GT noch deutlich profitierte, erfuhren wir bei dem Modell von HIS keinerlei Besserung. Ein stabiler Betrieb blieb uns weiterhin verwehrt.
Nach Rücksprache mit dem Hersteller, zeigte man sich über diesen Umstand verwundert. Aufgrund unserer Nachfrage hatte man unser geschildertes Problem mit dem Headquarter in Hong Kong besprochen und die Rückmeldung erhalten, dass der Fehler nicht reproduzierbar sei.
Es darf an dieser Stelle also auf einen Fehler unseres Testmusters, womöglich eine defekte Heatpipe, spekuliert werden. Leider erreichte uns ein Ersatz-Testmuster nicht mehr rechtzeitig für diesen Test. Sobald das Ersatzmuster in unserer Redaktion eintrifft, werden wir natürlich entsprechende Nachtests anstellen und den Leser auf dem laufenden halten.
Update - 04.Juni.2006
Ein Austausch des Musters brachte schlussendlich Klarheit in die Situation mit der Radeon HD 3650 von HIS. Mit dem neuen Testexemplar bewegten sich die Temperaturen der Karte schlussendlich in einem unkritischen Bereich von 85° C unter Last. Wie bereits vermutet, handelte es sich also um einen Fehler unseres Testmusters.

|