Intro
Die Uhr tickt für Intel. Nicht weil es an bisherigen Verkaufszahlen fehlt, nicht weil der Mitbewerber das Leben schwer machen würde, sondern vielmehr, weil man es sich selbst zur Bürde machte, einen gewissen Fahrplan einzuhalten, den man nach Außen mit dem Namen "Tick-Tock" kommunizierte.
Und nachdem wir in der Vergangenheit schon einige Mammut-Technik-Updates des Herstellers sahen, folgt heute ein ähnliches Update - diesmal allerdings nicht über komplette System-Upgrades wie neue Speichertechnologie oder Grafikkartenanbindung in Verbindung mit neuer CPU-Technologie, sondern nicht minder aufwändig mit kompletten Änderungen der CPU-Architektur, welche sich intern auf die Anbindungen auswirkt.

Technologie-Update heute heißt, dass die CPU bei Intel einen neuen Stufennamen bekommt: Core i7 und die "7" im Namen steht für das siebte Technologie-Update, verbunden mit einer Integration des Speichercontrollers in den Prozessor, einer Ausweitung des Speicherinterfaces auf eine Drei-Kanal-Technologie, einer Anbindung zur Außenwelt mittels Quick Path Interface (QPI) oder eben auch der Rückkehr des bescholtenen Hyper-Threading in den Desktop-Markt.
Luft holen, hinsetzen, anschnallen und genau unseren Anweisungen folgen, dann wird die heutige Achterbahn-Fahrt durchaus gemütlich - hinterlässt aber dennoch viele Fragen. Bringt Ernüchterung. Schürt Freuden und kann ein gewisses Glücksgefühl an dem einen oder anderen Portal hinterlassen. Gleichzeitig ist der Ritt geeignet Missmust und böses Blut zu schüren. Technisch werden wir das Konstrukt versuchen in seine Feinheiten zu zerlegen und zu analysieren, ganz labortechnisch - wie in CSI ;) - und interessieren uns dabei nicht für subjektives Empfinden des Lesers oder des Produzenten.
Aus diversen Gründen sind wir uns absolut bewusst, dass vermutlich eine neue Grundsatz-Diskussion über Sinn und Unsinn dieses Produktes entstehen wird. Dazu steuern wir lediglich Fakten bei, der Zündstoff wird sich finden...




Intel Core i7 (Nehalem) - des Kaisers neue Kleider
