Intel Core i7 "Nehalem" im Test - des Kaisers neue Kleider

Prozessoren | 03.11.2008, 06:00
Intel stellt eine neue Prozessor-Generation mit Name Intel Core i7 "Nehalem" vor, die aktuell über einen in die CPU integrierten Speichercontroller, ein Drei-Kanal-Speicher-Interface, einen Turbo-Modus und eine Peripherie-Anbindung mit bislang ungesehenem Bandbreiten-Overkill verfügt.

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Die Uhr tickt für Intel. Nicht weil es an bisherigen Verkaufszahlen fehlt, nicht weil der Mitbewerber das Leben schwer machen würde, sondern vielmehr, weil man es sich selbst zur Bürde machte, einen gewissen Fahrplan einzuhalten, den man nach Außen mit dem Namen "Tick-Tock"-Strategie kommunizierte.

Bild: Intel Core i7

Nachdem wir in der Vergangenheit schon einige Mammut-Technik-Updates des Herstellers sahen, folgt heute ein ähnliches Update: Diesmal allerdings nicht nur über neue Speichertechnologie oder Grafikkartenanbindung in Verbindung mit neuer CPU-Technologie.Stattdessen ändert Intel die nicht minder aufwändig CPU-Architektur, welche sich intern auf die Anbindungen auswirkt.

Technologie-Update heute heißt, dass die CPU einen neuen Stufennamen bekommt: Intel-Core-i7-Prozessor. Die "7" im Namen steht für das siebte Technologie-Update, verbunden mit einer Integration des Speichercontrollers in den Prozessor, einer Ausweitung des Speicherinterfaces auf eine Drei-Kanal-Technologie, einer Anbindung zur Außenwelt mittels Quick Path Interface (QPI) oder eben auch der Rückkehr des bescholtenen Hyper-Threading in den Desktop-Markt.

Die drei neuen Core-i7-Prozessoren werden in den Tests vollständig gezeigt. Da uns allerdings nur der Intel Core i7-965 Extreme und Intel Core i7-920 vorliegen, mussten wir die Taktstufe des Core i7-940 aus dem 965 Extreme durch Heruntertakten emulieren.

Luft holen, hinsetzen, anschnallen und genau unseren Anweisungen folgen, dann wird die heutige Achterbahn-Fahrt mit dem Intel Core i7 "Nehalem" durchaus gemütlich – hinterlässt aber dennoch viele Fragen. Bringt Ernüchterung. Schürt Freuden und kann ein gewisses Glücksgefühl an dem einen oder anderen Portal hinterlassen. Gleichzeitig ist der Ritt geeignet Missmust und böses Blut zu schüren. Technisch werden wir den Core i7 versuchen in seine Feinheiten zu zerlegen und zu analysieren, ganz labortechnisch – wie in CSI ;) – und interessieren uns dabei nicht für subjektives Empfinden des Lesers oder des Produzenten.


 

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