Intel Larrabee Prozessor mit GPU - Quick Preview

Grafikkarten | 04.08.2008, 14:02
Lange Zeit wurde viel spekuliert um Intels Larrabee und viele Gerüchte machten die Runde. Mit dem heutigen Tag und der offiziellen Veröffentlichung einiger Details bringt Intel nun etwas Licht ins Dunkel, lässt hierbei aber trotzdem noch genügend Platz für Spekulationen.

Bild: Intel Larrabee Prozessor mit GPU – Quick Preview

Zuerst die Frage, was überhaupt ist Intels Larrabee und für was ist dieser geeignet? Grundlegend ist der Larrabee-Chip eine Architektur, welche mehrere (x86-kompatible) Kerne beherbergt. Ein Umstand, den Intel mit dem Marketing-Schlagwort „Many-Core-Architecture“ betitelt, wobei über die Anzahl der Kerne bei Intel weiterhin Stillschweigen bewahrt wird. Die Richtung in die der Larrabee einschlagen wird, wird primär der Grafikmarkt sein und so suchen die aktuellen Intel-Informationen immer wieder den Bezug zum Grafikbereich. Aber auch für allgemeinere rechenintensive Probleme ist der Chip bestens gewappnet. Intel wird also mit Sicherheit ebenso in den Bereich GPGPU eindringen und NVIDIAs "CUDA" bzw. AMDs "Stream" somit den Kampf ansagen.

Bild: Intel Larrabee Prozessor mit GPU – Quick Preview

Über die einzelnen Kerne des Larrabee gab es in der letzten Vergangenheit viele Gerüchte und es war von einer Rückkehr zu den alten Pentium P55C Kernen die Rede. Inwieweit man dies als zutreffend erachtet, ist wohl Ansichtssache, aber in jedem Falle eine stark vereinfachte Sicht der Dinge. Gemein haben beide Designs eine kurze Pipeline sowie eine In-Order-Ausführung. Sachverhalte, die auf aktuellen Core2-Prozessoren sicher nicht vorzufinden sind und somit einen Vergleich zu den alten Intel-Prozessoren nahelegen. Schlussendlich haben die Larrabee-Kerne aber deutlich mehr zu bieten als die betagten Brüder aus dem Hause Intel. Doch selbst Intel sprach in der Presserunde von "Pentium"


Jeder Kern des Larrabee verfügt neben einer "Scalar Unit" ebenfalls über eine "Vector Unit", wobei die skalare Einheit das ist, was im Vorfeld als P55C-Kern gehandhabt wurde. Alleine die zusätzliche Vektor-Einheit zeigt aber schon, dass ein Larrabee-Kern eben deutlich mehr ist als lediglich nur ein P55C-Kern. Die Skalar-Einheit nehmen im Larrabee-Konzept vorwiegend die Stellung der Organisation ein. Die eigentlichen aufwändigen Berechnungen werden hingegen von den Vektor-Rechenwerk durchgeführt. Weitere Unterschiede vom P55C Kern und der "Scalar Unit" des Larrabee sind eine 64-bit-Erweiterung sowie die Unterstützung von vierfach simultanem Multihreading (SMT).

Die Kommunikation zwischen den beiden Kernen erfolgt über einen 1024 bit breiten Ring-Bus (512 bit in jede Richtung). Jeder Kern verfügt über eigenen L1-Cache. Zudem verfügt der Larrabee über einen partionierten L2-Cache wobei jedem Kern 256 KB zugeteilt werden.

 

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