Funktionalität und Performance (Fortsetzung)
Die Grafikeinheit des Chipsatzes bleibt dagegen konstant bei 500 MHz. Der Speichertakt könnte 500 MHz betragen, z.B. Bei Verwendung von Sideport-Memory. Durch die Verwendung von DDR2-667 ist aber natürlich die Taktrate in dieser Konfiguration darunter.

Die Wärmeentwicklung hält sich beim PR211 damit auch in Grenzen. Auf der Unter- wie auch der Oberseite wird das Gerät nur etwas mehr als 30 °C warm, auf der Unterseite bis zu 35°C, auf der Oberseite bis 33 °C. Neben dem Gewicht stellt also auch die Wärmeentwicklung einem Betrieb auf dem Schoss keine Probleme entgegen. Entsprechend kann sich der Lüfter verhalten. Im Leerlauf und unter geringer Last ist er kaum wahrnehmbar, bei hoher Last auf Chipsatz und CPU ist er hörbar, allerdings empfanden wir ihn nicht als störend – dies mag aber auch daran liegen, dass der Tester leidhaft an das Brüllen aktueller Highend-Grafikkarten gewöhnt ist.
Der Tastenanschlag der Tastatur macht dagegen einen viel größeren Lärm, der entfernt an das Aufeinanderschlagen von Metallstücken erinnert. Dazu federt die Unterlage. Dies resultiert in einem etwas schwammig definierten Druckpunkt, wobei allerdings blindes Schreiben trotzdem möglich ist und Tastenanschläge klar fühlbar sind.
Das Touchpad des Testgeräts reagiert schnell, manchmal zu schnell. Es ist überdurchnschittlich empfindlich auf Druck, der zumeist sofort als Klick interpretiert wird. Ein Abschalten der Klickfunktion des Pads empfanden wir als zwingend notwendig. Die Scrollfunktion an der rechten Kante funktioniert zuverlässig. Die Maustasten haben einen sehr kleinen Reaktionsbereich, so dass schon eine Berührung oft einen Kontakt herstellte und einen Klick auslöste. Unter dem Strich ist eine separate Maus die bessere Entscheidung.
Windows Vista berechnet mit der integrierten Messroutine einen Leistungsindex von 2,7 für das PR211. Dieser Wert wird von der integrierten Grafikeinheit begrenzt.
Im Alltag wird die Performance der Puma-Plattform den Anforderungen gerecht. Natürlich kann die Puma-Plattform mit Prozessoren, die derzeit maximal 2,4 GHz erreichen, wenig gegen Intels aktuelle Notebook-Prozessorpalette ausrichten. Dazu kommt, dass dem MSI PR211 mit nur einem Speicherriegel der Dual Channel-Modus verwehrt bleibt. Doch Hersteller wie MSI schätzen die Plattform ja aufgrund des günstigen Preises. Unter dem Strich sind 10% mehr oder weniger Leistung im Notebook auch nicht fühlbar. Für das, was man üblicherweise mit einem 12"-Gerät anfangen möchte, reicht der Turion Ultra X2 ZM-80 aus. Aufwendige 3D-Spiele in der Auflösung des Displays sind dagegen nicht ratsam.
| MSI Megabook PR211 | Performancescore |
| Cinebench R9.5 | CPU: 561 |
| Cinebench R10 | CPU: 3334 |
| MobileMark 2007 Productivity Test Performance Qualification | n/a |
| Lame HT4U Benchmark | Single Threaded: 178 s / Multi Threaded: 107 s |
| PC Mark Vantage Score | n/a |
| wstream | Copy: 1923,8 MB/s, Scale: 1928,8 MB/s, Add: 1897,5 MB/s, Triad: 1889,8 MB/s |
| 3D Mark 06 Score | n/a |
| Enemy Territory: Quake Wars HT4U Benchmark | 1280 x 800 (0x AA / 0x AF): 6 fps, 1280x800 (4x / 8x): 3 fps |
Die Performance der im Auslieferungszustand in zwei Partitionen unterteilten Western Digital Festplatte ist ok, zeigt aber wieder, dass in vielen Fällen nicht die Prozessorleistung den Ausschlag für die gefühlt niedrigere Performance von Notebooks im Vergleich zu Desktops gibt, sondern der Massenspeicher. So fehlen einige MB/s an Durchsatz verglichen zu aktuellen Desktop-Laufwerken.

Das WLAN-Modul von Ralink hatte im Test Probleme mit manchen Access Points, z.B. dem LANCOM Wireless L-54ag, erst ein (nicht bei MSI erhältliches) Update des Treibers auf die Version 2.1.1.0 brachte Abhilfe. Die Durchsatzmessungen konnten ebenfalls nicht recht überzeugen. Im 802.11a-Modus kamen wir auf gut 3 MB/s, im 11g-Modus liegt das PR211 knapp unter dieser Marke. Die integrierte Gigabit-Ethernet Einheit kommt auf rund 100 MB/s, was im durchschnittlichen Rahmen liegt.




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