Los

 NVIDIA GeForce GTX 280 Reloaded

Grafikkarten | 08.07.2008, 19:30 | Seite 11


NVIDIA PhysX



Eigentlich wollten wir heute auch PhysX-Benchmarks präsentieren. Eigene Probedurchläufe und Tests blieben bislang ernüchternd, wie auch die Rücksprache mit NVIDIA, wenngleich diese zumindest „frohen Ausblick“ zum Jahresende bietet.

Sehr wohl bietet NVIDIA auf seinen Seiten aktuell eine Übersicht über Spiele, welche bereits mit Physik-Möglichkeiten aufwarten, doch es gerät leicht in den falschen Hals. So finden sich einerseits Spiele, welche solche Umsetzungen bieten wollen, diese aber nur bei Erkennung einer Ageia-Karte tatsächlich umsetzen können. Manche andere Anwendungen sollen laut NVIDIA zwar einzelne Physik-Szenen beinhalten, diese aber rein per Softwareumsetzung an die CPU weiterleiten. Wieder andere, welche es können möchten, verloren wohl den Atem bei der Entwicklung und Physik fiel der fehlenden Nachfrage zum Opfer. Insgesamt sei dies letztlich auch das Ageia-Problem gewesen, dass man mit einem Anteil von ca. 4000 installierten Hardware-Systemen im Markt nicht für genügend Support bei den Softwareentwicklern sorgen konnte. Und genau dies will NVIDIA ändern.

Durch den momentanen Beta-Treiber 177.39 (nicht 177.41 WHQL!) ermöglicht NVIDIA im ersten Schritt den Support für GeForce 9800 GTX und natürlich GTX 280 – insgesamt soll die GeForce 9-Serie, aber auch die G80-basierenden Modelle, mittels Treiber PhysX-fähig werden.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 280 Reloaded

Und eben über diesen Umstand sieht sich die Softwareindustrie aktuell mit ca. 70 Millionen installierten Systemen einer Hardwarevoraussetzung gegenüber, welche Physik-Szenen-Erweiterungen durchaus sinnig erscheinen lassen, da der Hardware-Support gegeben sei. Natürlich arbeite NVIDIA aktuell an dieser Stelle auch eng mit den Spieleentwicklern zusammen und wie man uns gestern mitteilte, erwartet man gerade zu Weihnachten eine breite Masse an Spielen, welche auf PhysX aufsetzen oder zumindest entsprechende Anteile im Spiel bieten werden.

Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass PhysX (bzw. alle CUDA-basierten Rechenaufgaben) um die gleichen Ressourcen, nämlich die Shaderprozessoren, konkurrieren. Sobald PhysX zum Zuge kommt, gehen also die 3D-Frameraten in die Knie.

Daher will NVIDIA einen weiteren Absatzmarkt für seine Grafikkarten schaffen: man kann durchaus zwei NVIDIA Grafikkarten (z.B. G92 und G80) miteinander im System kombinieren. Eine der Karten kann dabei rein für PhysX-Arbeiten verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist dann lediglich ein Mainboard mit zwei PCI-Express x16-Steckplätzen. SLI oder ein NVIDIA-Mainboard-Chipsatz ist dafür nicht zwingend notwendig.




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