NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt

Grafikkarten | 28.03.2008, 11:03
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Keine Frage, bei neuen Top-Level-Modell der Grafikkartenhersteller muss man einfach vorne mit dabei sein – oder eben auch nicht. In unserem Falle wollten, aber konnten wir den offiziellen NVIDIA Launch-Tag, den 18. März 2008 nicht einhalten. Krankheiten treffen zuweilen auch diese schnell lebende Szene. Doch dieser Launch zeigt uns aktuell erneut, dass es vielleicht auch ganz vernünftig ist, nicht immer an vorderster Front zu stehen, sondern möglicherweise – was kein Grafikkarten-Chiphersteller zum Start ermöglicht – das Setzen des Nebels abzuwarten, um wirklich ein objektives Bild zu zeichnen.

Rauchende Colts wäre wohl die korrekte Bezeichnung dessen, was sich in den vergangenen Wochen und Monaten auf dem Grafikkartensektor zuträgt. Doch sind wir nicht im wilden Westen und es spielt faktisch auch wirklich keine Rolle wer zuerst zieht. Zumindest was den Starttag betrifft. Bleiben wir in der Westernmanie, so ist es nur wichtig, wer am Ende noch steht.

Bild: NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt

Und zum Duell treten aktuell eben die beiden führenden Köpfe im 3D-Business an: AMD und NVIDIA. In der Vergangenheit gab es dieses Duell schon öfter und viele Worte wurden zu den Kräfteverhältnissen verloren. Und doch finden sich immer wieder neue Facetten, die das Thema spannend halten. Eine eben solche neue Sichtweise offenbart sich mit dem Launch der GeForce 9800 GX2.

Interessant fanden wir vieles, was wir aus den Reviews zum Launch herauslesen konnten, begonnen mit Resümees wie 8fach Antialiasing ist bei AMD schneller, aber auch dem Umstand, dass praktisch 99 Prozent der Magazine die Leistung des aktuellen NVIDIA Flagschiff unter Windows Vista getestet haben. Zufall? Wohl eher nicht. NVIDIA hatte sich der Presse gegenüber öffentlich bekannt, dass man künftig dieses Betriebssystem forcieren wird, nicht zuletzt wegen Faktoren wie Hybrid Power oder Hybrid SLI.

Konsequenterweise mußte eben mit dem gearbeitet werden, was zur Verfügung stand, um am Launchtag eine Einschätzung treffen zu können.Es mag durchaus konsequent erscheinen, dass man neue Funktionen unter einem neuen Betriebssystem implementiert bzw. vorstellt, doch ist NVIDIA sicherlich nicht der Vorbote Microsofts und sicherlich ist NVIDIA sich aktueller Nutzungen bewusst. Demnach wären 75 Prozent der Anwender im Windows XP Lager zu finden, nur ca. 13 Prozent arbeiten angeblich aktuell auf Windows Vista.

Um so verwunderlicher ist der Umstand, dass NVIDIA zu diesem Start ausschließlich Windows Vista Treiber der Presse zur Verfügung stellte – Windows XP Treiber gab es offiziell nur am Starttag. Damit wurde aus dem Nachteil ein Vorteil: Wir haben unsere Tests mit den aktuellen Treibern für Windows XP vorgenommen und mussten nicht selten die Stirn runzeln. Gleichzeitig haben wir uns aber auch die Leistung unter Windows Vista aus der Nähe betrachtet und wurden auch dort nicht schlecht überrascht.

Dafür ergibt die Betrachtung beider Windows-Untersätze nun ein vollständigeres Bild ab.Dem Thema Temperaturverhalten und Lautstärke werden wir uns natürlich in bewährter Form auch annehmen und aufzeigen, warum die GeForce 9800 GX2 als durchaus „laut“ bezeichnet wird – es ginge nämlich auch anders.

Unser Dank gilt an dieser Stelle der Firma Zotac, welche uns mit einem Muster der GeForce 9800 GX2 ausgestattet hat. Zotac selbst ist vollständige Tochter des Auftragsfertiger PC Partner, bei welchem unter anderem auch Firmen wie Sapphire oder eben NVIDIA fertigen lassen. Mit dem Start der GeForce 8800 GT-Serien machte Zotac auch hierzulande durch günstige Angebote im Grafikkartenbereich auf sich aufmerksam und ist zwischenzeitlich bei vielen Herstellern gern gelistet.

 

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