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 NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt

Grafikkarten | 28.03.2008, 11:03 | Seite 8


Besonderheiten GeForce 9800 GX2



Es mag sich sicherlich der eine oder andere die Frage stellen, ob dieses intern auf SLI aufsetzende NVIDIA Dual-Board in der Praxis auch einen NVIDIA-Chipsatz benötigt, denn SLI wird offiziell lediglich von NVIDIA Chipsätzen unterstützt. Das ist prinzipiell zwar korrekt, allerdings trifft es nicht auf die 9800 GX2 zu. Diese nutzt intern zwar SLI zur Kommunikation, allerdings erlaubt NVIDIA über den Treiber, dass diese Karte praktisch wie eine einzelne NVIDIA Grafikkarte in jedem Mainboard mit PCI-Express x16 Steckplatz eingesetzt werden kann, unabhängig vom Chipsatz.

Im Treiber selbst können dann aber SLI abgewählt, oder verschiedene Modi angewählt werden. Von Hause aus steht der Treiber aber auf einem Auto-Modus, welcher in unseren Tests prinzipiell auch vernünftig funktionierte.



NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt




Eine wesentliche Besonderheit ist sicherlich die Stromversorgung der GeForce 9800 GX2. Die Maximum Peak Board Power nennt NVIDIA mit 197 Watt. Geht man davon aus, dass nach aktueller PCI-Express-Spezifikation eine PEG-Karte 75 Watt über den Steckplatz und jeweils noch einmal 75 Watt über einen 6 Pin Stromstecker beziehen darf, so wäre eine 9800 GX2 im Prinzip mit zwei 6 Pin Stromanschlüssen ausreichend bestückt gewesen.

Möglicherweise fürchtet NVIDIA, dass die TDP 225 Watt unter widrigen Umständen, in Verbindung mit Overclocking überschritten werden können und hat darum nur einen 6 Pin Stromanschluss und zusätzlich einen 8 Pin Stromanschluss auf dem Board verbaut. Der 8 Pin Stromanschluss ist in der kommenden PCI-Express 2.2 Spezifikation verankert und erlaubt aus diesem Anschluss eine Leistungsaufnahme von bis zu 150 Watt.



NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt




Die Besonderheit bei der 9800 GX2 sind in diesem Bereich nun zwingend bei den Netzteilen zu finden. Erst einmal verlangt NVIDIA zwingend, dass die beiden Anschlüsse korrekt belegt sind – es genügt also nicht zwei 6 Pin Stromkabel des Netzteils anzuschließen, sofern überhaupt bereits ein Netzteil vorhanden ist, welches schon zwei solcher Anschlüsse bieten wird. Aktuelle Hochleistungsnetzteile verschiedener Hersteller verfügen über zwei solcher 6 Pin Anschlüsse und in einigen Fällen dürfte man auch schon Anbieter mit einem 8 Pin Kabel im Gepäck antreffen.

Alternativ mag man im Karton des Grafikkartenherstellers, wie hier im Falle von Zotac, auch ein entsprechendes 8 Pin auf 2 x 4 Pin Adapterkabel finden. Das hilft zur Not ebenfalls weiter.

Damit aber nicht genug. NVIDIA gibt als Minimum-Anforderung an ein Netzteil zum Betrieb einer Single GeForce 9800 GX2 ein 650 Watt Netzteil vor. Jemand, welcher gar zwei dieser Karten betreiben möchte erfährt seitens NVIDIA, dass es dann ein 850 Watt Netzteil sein sollte. Nachstehende Tabelle gibt aktuell Aufschluss über bereits von NVIDIA zertifizierte Netzteile im Betrieb mit einer oder zwei GX2-Karten.



NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt




Natürlich stellt sich NVIDIA mit seinen Angaben erst einmal auf die sichere Seite, denn nur allzu oft kommt es vor, dass in einem Netzteil nicht das drinsteckt, was außen aufgedruckt ist. In unserem Test konnten wir die GX2 beispielsweise problemlos mit einem BeQuiet! 550 Watt Netzteil betreiben. Die einzelnen Leistungen auf den entsprechenden Leitungen des Netzteils gaben die maximal mögliche Leistungsaufnahme des gesamten Systems auch problemlos her und ließen noch Spielraum.

Fakt bleibt, dass jeder, der mit einer GeForce 9800 GX2 liebäugelt, sich auch Gedanken darüber machen muss, ob sein Netzteil ausreichend ist.



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