AMD 790GX: Southbridge 750 im Überblick
Auch bei den Southbridges war AMD fleißig, was das Herausbringen neuer Modelle angeht. Starteten die ersten "Südlichter" noch mit der veralteten und noch aus ATI-Zeiten stammenden SB600 kam etwas später die SB700 auf den Markt. Ähnlich dem ersten Stepping für den Phenom war aber auch diese nicht frei von Bugs, was dazu führte, dass AMD noch eine weitere - nun fehlerfreie - Variante einführte. Doch auch die SB710 war wohl in Augen AMDs nicht der Weisheit letzter Schluss und so erblickte die SB750 das Licht der Welt.
Der Schritt von der "alten" SB600 zur SB700 brachte neben den offensichtlichen Änderungen wie zwölf statt zehn USB-Anschlüssen und sechs statt vier SATA-Ports auch eine Verbesserung der internen Strukturen mit sich. Während die SB600 oft an niedrigen Transferraten krankte, konnte die SB700 dieses Manko größtenteils ausräumen. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten und so schlich sich ein Fehler in die erste Southbridge der 7xx-Reihe ein. Der interne Taktgenerator hat einen Bug, was einen externen Taktgenerator nötig macht.
| SB600 | SB700 | SB710 | SB750 | |
| USB 2.0 | 10 | 12 | 12 | 12 |
| PCI-Anschlüsse | 6 | 6 | 6 | 6 |
| Gigabit-LAN | - | - | - | - |
| P-ATA | 1 | 1 | 1 | 1 |
| S-ATA | 4 | 6 | 6 | 6 |
| RAID | 0,1,0+1,JBOD | 0,1,0+1,JBOD | 0,1,0+1,JBOD | 0,1,0+1,5,JBOD |
| Fertigung | 130 nm | 55 nm | 55 nm | 55 nm |
Mit dem Wechsel zur SB710 behob AMD lediglich den Fehler des Taktgenerators. Weiter Änderungen gab es erst mit dem neusten Modell, der Southbridge SB750. Diese bringt neben dem RAID-5-Modus noch die "Advanced Clock Calibration" (ACC) mit. AMD sorgt hier für eine direkte Verbindung zwischen CPU und Southbridge, während die Southbridge bisher immer nur über die Northbridge an den Prozessor angekoppelt war. Dadurch soll eine bessere Synchronisierung der Taktraten erreichbar sein, was dann wiederum dem Übertakten zuträglich wäre.
Alle Southbridges bringen einen IDE-Port (UDMA133) für insgesamt zwei Geräte und HDAudio mit. Damit könnten die Mainboard-Hersteller auf Controller von anderen Unternehmen verzichten, was durchaus Kompatibilitätsprobleme vermeidet. Allen Chips ist allerdings auch das Fehlen eines Netzwerkcontrollers gemein. Hier müssen die Platinen-Hersteller einen extra Chip verbauen, welcher dann entweder per PCI oder PCIe angebunden ist.

Obwohl AMD für jede Northbridge nur ein Southbridge-Modell vorsieht, tauchen mittlerweile immer mehr Hersteller auf, die abweichende Kombinationen einsetzen. Insbesondere das Flaggschiff 790FX findet man spärlich nun auch in Verbindung mit der SB750. Man sollte also bei bestimmten Vorlieben ganz genau darauf achten, welche Chips auf seinem Wunsch-Mainboard vorhanden sind, denn theoretisch kann jede Northbridge mit jeder Southbridge kombiniert werden.





AMD 790GX-Motherboards von Gigabyte und MSI - Kurztest

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