Arctic Cooling Accelero L2 Pro: Kleiner Preis und große Leistung?

Gehäuse & Kühlung | 08.07.2009, 00:48

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Es gibt sicherlich viele Facetten, wenn man sich den Markt für Kühlungszubehör betrachtet. Eine klar zu definierende Facette ist allerdings der Umstand, dass es sich um jenen Markt handelt, in dem die Hersteller in aller Regel noch sehr gutes Geld verdienen. Bei den Zubehör-Produkten im PC-Markt liegen in aller Regel die besten Margen und so verwundert es auch eher weniger, dass die dortigen Preise teils durchaus nicht gerade niedrig angesiedelt sind.

Ein ganz anderes Bild vermittelt aber immer wieder Arctic Cooling – kein Unbekannter auf dem Segment -, welcher sich mit besonders günstigen Preisen und oft sehr guter Lautstärke seiner Produkten als fester Name etabliert hat. Sicherlich mag man damit dem Mitbewerber ein Dorn im Auge sein, sicherlich hat es der Hersteller aber durch seine Politik auch nicht einfacher. Unser heutiger Testkandidat hört auf den Namen Accelero L2 Pro – ein Grafikkartenkühler, welcher sich an Anwender richtet, die gerne etwas bessere Kühlleistung hätten, dabei aber auch geringere Lautstärke wünschen. Beides sind eben Punkte die sich Arctic Cooling immer wieder auf seine Fahnen schreibt.

Bild: Arctic Cooling Accelero L2 Pro: Kleiner Preis und große Leistung?

Doch beim L2 Pro handelt es sich eigentlich "nur" um einen Voll-Aluminium-Kühler mit 92-mm-Lüfter. Am Material gespart um den Preis zu halten? Nun, das wollen wir herausfinden. Wir konnten uns mit der Radeon HD 4730 von PowerColor bereits einen Eindruck vom Accelero L2 verschaffen – dem kleineren OEM-Ableger. Begeistert waren wir wohl nicht. Der große Bruder, welcher auf den Namen L2 Pro hört, ist dabei etwas wuchtiger gestaltet.

Freigegeben hat Arctic Cooling den L2 Pro für eine Thermal Design Power (TDP) von 100 Watt – erst einmal eigentlich nicht viel und durchaus auch ein Widerspruch zur Kompatibilitätsliste, denn hier finden sich Modelle à la Radeon HD 4850 (110 Watt TDP), oder auch NVIDIA GeForce 9800 GTX (156 Watt TDP). Allerdings finden sich dann auch Modelle wie die aktuelle Radeon HD 4770 – ein Produkt, welches grundsätzlich nicht zuviel Leistungsaufnahme für sich fordern sollte, für den Endkunden aktuell aber mit hervorragenden Eckdaten und Leistung agiert. Der Standard-Kühler, welcher auf fast allen Modellen im Markt erhältlich ist, darf sich eher als Durchschnitt bezeichnen. Nicht laut, nicht leise und gerade so auf die Leistungsaufnahme gemünzt. Ein Modell wie die ASUS EAH 4770, die zudem über seine Tools die Option bietet, mittels Spannungserhöhung die HD4770 an ihre Grenzen zu treiben, zeigt sich mit dem Default-Kühler eigentlich eher überfordert.

Und genau die zuletzt genannte Karte wird uns im heutigen Test als Referenz dienen und dies natürlich mit einer Spannungszugabe von bis zu 1,35 Volt. An diesem Punkt wird sich dann der heutige Testkandidat tatsächlich unter Beweis stellen müssen, denn wir reden von einer realen Leistungsaufnahme, welche mit ca. 160 Watt die Herstellerangaben von Arctic Cooling deutlich überschreitet.

Ein Dank geht an den offiziellen Distributor von Arctic Cooling – die Firma Caseking – für die Bereitstellung des Testmusters.