Los

 Sahnestück für Zocker: ASUS ENGTX260 Matrix?

Grafikkarten | 28.06.2009, 06:23 | Seite 14

Fazit



Kommen wir zum Ende unseres heutigen Artikel. Die Republic of Gamers-Serie von ASUS wendet sich in aller Regel nicht an den 08/15-Anwender, sondern mehr an Enthusiasten. Für den Normalverbraucher führt ASUS hier natürlich auch Standard-Produkte. Beim heutigen Testkandidaten, der ENGTX260 Matrix, erhält der Anwender eine GeForce GTX260 in 55-nm-Fertigung, also mit 216 Shader-Prozessoren, welche von Hause aus schon leicht übertaktet ist.

Dazu hat ASUS das Produkt mit einem eigenen Lüfterkonstrukt versehen, welches mehr oder minder zwingend die eigenen Utilities, hier insbesondere den ASUS iTracker, benötigt. Dadurch ist es ASUS durchaus gelungen im Idle-Betrieb einen sehr leisen Betriebszustand zu schaffen. Je nach Gehäusekühlung besteht gar auch die Möglichkeit, dass im lastfreien Betrieb die beiden Lüfter permanent ausbleiben und somit überhaupt keinen Lärm produzieren. Je nach Umstand und Tuningwille, wird der Anwender über die iTracker-Software auch in die Lage versetzt, die Regelstufen händisch einzustellen. Und mehr geht natürlich auch: Neben üblichen Übertaktungsoptionen für GPU-, Shadertakt und Speichertakt, erlaubt ASUS es dem Anwender mit dem iTracker dann auch noch an den Spannungen zu drehen.

Bei letzteren Versuchen scheiterten wir dann aber offenbar an der Leistungsfähigkeit der Kühllösung, denn die Bauteile der Spannungsversorgung werden unter starker Last bereits sehr heiß. Gekühlt werden sie durch den zweiten, nicht gerade leisen Matrix-Lüfter. Und das reicht offenbar nicht ganz aus.

Was die Lautstärke im Last-Betrieb betrifft, so gilt das bereits geschriebene: Die Matrix richtet sich an Enthusiasten und sollte dieser Enthusiast Spieler sein, welcher mit Headset oder auf LAN-Parties spielt, so wird sich dieser am Lärm unter Last kaum stören.

Bild: Sahnestück für Zocker: ASUS ENGTX260 Matrix?


Doch Enthusiasten sind ebenfalls bekannt dafür, dass sie in aller Regel ihr System pflegen und häufiger Treiberversionen, gerade bei der Grafikkarte, auf den neuesten Stand bringen. Ob dies geschieht, weil man das letzte Quentchen Leistung haben will, oder schlicht die im Treiber enthaltenen Bugfixes mitnehmen möchte, das sei dahingestellt. An diesem Punkt scheidet sich dann Enthusiasten-Verständnis auf Seiten ASUS, denn volle Funktionalität gewährleistet ASUS nur dann, wenn auch die ASUS angebotenen und validierten Grafikkarten-Treiber installiert werden.

Bei NVIDIA ist der aktuellste Treiber derzeit mit einer Versionsnummer 186 versehen, auf dem ASUS-Server fand sich zum Testzeitpunkt allerdings als jüngste Versionsnummer 182.06. ASUS bestätigte uns, dass die Matrix-Karten, besser gesagt die iTracker-Software, durchaus mit einem Referenztreiber des Chip-Herstellers funktionieren kann - ASUS garantiert die volle Funktionalität aber nur dann, wenn der ASUS-Treiber in Verbindung mit der Installation sämtlicher Tools verwendet wird. Mit der Version 182.50 für Windows Vista 32-bit scheiterten wir im Test.

Im deutschlandweiten Preisvergleich ist die ASUS ENGTX260 Matrix aktuell ab Preisen von 175 Euro gelistet, europaweit ab Preisen von 155 Euro. Eine reguläre GeForce GTX 260 216 wird derzeit im deutschen Raum ab 137 Euro gelistet, von Hause aus übertaktete Varianten wie z.B. die MSI N260GTX OC 216, ab Preisen von ca. 158 Euro. Damit liegen die Preislistungen für diesen Testkandiaten im deutschen Raum ganz offenbar etwas hoch, europaweit betrachtet wiederum im Schnitt. In Anbetracht der separaten Kühlerumsetzung, geht der Preis im Großen und Ganzen dann auch in Ordnung.

[pg], 27. Juni 2009

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