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 ASUS P5Q Deluxe und ASUS P5Q Pro im Duell [Intel P45]

Mainboards | 27.03.2009, 11:38 | Seite 10

Alltagsbetrieb: Express Gate



Sowohl das P5Q Deluxe als auch das P5Q Pro bewirbt ASUS mit Express Gate, einem kleinen Betriebssystem auf Linux-Basis namens Splashtop, welches bereits wenige Sekunden nach dem Rechnerstart vollständig gebootet ist. Neben einem Webbrowser, Chatprogramm steht auch ein Fotomanager und ein paar Möglichkeiten der Systemkonfiguration zur Verfügung.

Bei der Deluxe-Variante verbaut der Hersteller eine kleine SSD und bindet diese über zwei USB-Anschlüsse an die Southbridge der Platine an. Das PCB mit der SSD befindet sich dabei zwischen dem zweiten PCI- und dem zweiten PCIe-x16-Anschluss. Auf dem Flash-Speicher ist das Express Gate bereits vorinstalliert und somit direkt nach dem Einbau des Mainboards nutzbar.

Bild: ASUS P5Q Deluxe und ASUS P5Q Pro im Duell [Intel P45]
Dem P5Q Pro fehlt diese kleine Zusatzplatine. Wer hier das kleine Linux-OS nutzen möchte muss es auf einer Festplatte oder einem USB-Medium installieren. Bei der Verwendung einer Festplatte muss man allerdings darauf achten, dass diese am ICH10R angeschlossen ist und im IDE-Modus betrieben wird. Warum Nutzer von AHCI oder RAID außen vor bleiben müssen erschließt sich uns nicht, denn schließlich kann jede gängige Linux-Distribution mit AHCI bzw. RAID umgehen.

Hat man im BIOS Express Gate aktiviert, so begrüßt einen beim nächsten Start ein neuer Splash-Screen. Man kann an dieser Stelle nun wählen, ob man gerne das kleine Linux-System starten möchte, doch lieber ein paar Einstellungen im BIOS ändert oder dann doch ein vollwertiges Betriebssystem booten will.

Bild: ASUS P5Q Deluxe und ASUS P5Q Pro im Duell [Intel P45]
Entscheidet man sich für Express Gate, so ist dieses in der Tat in weniger als 10 Sekunden Einsatz bereit. Der Desktop ist erfreulich aufgeräumt und die vorhandenen Icons und Buttons sind selbsterklärend, so dass selbst Linux-Neulinge keine Probleme haben.

Dank der mitgelieferten Programme ist es so möglich sehr schnell etwas im Internet nachzusehen oder mit dem Bekanntenkreis über einen Instant Messager ein Schwätzchen zu halten. Für einen ernsthaften Einsatz oder vollwertigen Ersatz kann es jedoch nicht herhalten, denn dafür ist schlicht und einfach der Funktionsumfang zu gering. So fehlt es komplett an Programmen für die Textverarbeitung oder sonstige Office-Arbeiten. Schade, dass man an dieser Ecke das Konzept nicht bis zum Schluss durchdacht hat.

Bild: ASUS P5Q Deluxe und ASUS P5Q Pro im Duell [Intel P45]

Immerhin bringt das Betriebssystem alle nötigen Treiber mit, so dass sowohl an die Southbridge angeschlossene Laufwerke korrekt erkannt werden als auch der Prozessor seine Spannung auf 1,13 Volt absenkt (VID ist 1,20 Volt). Die Unterstützung der Grafikkarten ist jedoch nur sehr rudimentär vorhanden, so dass Energiesparmechanismen, welche unter Windows über Treiber realisiert werden, hier nicht funktionieren, was zu einem höheren Energiebedarf führen kann. Bei unserem Testsystem war dies jedoch nicht der Fall, im Gegenteil, gegenüber Windows Vista sparten wir sogar etwas an Energie ein.





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