Los

 Corsair P128 - Solid State Drive mit 128 GB

Festplatten | 27.10.2009, 03:17 | Seite 23

Fazit



Schlussendlich lässt sich feststellen, dass sich viel getan hat auf dem Markt der Solid State Drives. Konnte Intel mit der X25-M zum Start die Konkurrenz in die Schranken verweisen, vermag die Corsair P128 zumindest den Anschluss zu finden. In vielen Benchmarks sind die SSDs gleichauf, doch scheint man sich auch durch den großen DRAM-Cache viele Punkte zu sichern.

IOMeter und PCMark Vantage beweisen, dass durchaus noch Schwachstellen bei aktuellen Solid State Drives zu finden sind. Wer die Laufwerke verwenden will, sollte als Datenarchiv auf jeden Fall auf eine zusätzliche Festplatte zurückgreifen, um den notwendigen Platz für die Daten freizuhalten, die für den Betrieb notwendig sind. Volle SSDs sind zwar benutzbar, doch macht ein Betrieb an den technischen Grenzen weder Sinn - aus Performance-Sicht - noch Spaß.

In Sachen Preis schlägt die Corsair P128 mittlerweile ab 270 Euro zu Buche. Damit rangiert sie unter den SSDs ab 64 MB Cache und vergleichbarer Speicher-Kapazität im vorderen Mittelfeld und braucht sich nicht zu verstecken. Zwar ist die P128 nicht mehr die "Neueste" Vertreterin unter den Laufwerken, doch weiß sie im Test mit guten Resultaten zu überzeugen. Erstmals macht eine SSD tatsächlich Lust, sie aktiv im Desktop oder Notebook zu verwenden, ohne dass man Angst haben muss, dass ständige Laggs den Arbeitsfluss stören.

Bild: Corsair P128 - Solid State Drive mit 128 GB

Preislich liegen noch immer Welten zum Intel-Wettbewerber. Für etwas weniger Geld ab 180 gibts die Intel X25-M mit 80 GB, für deutlich mehr Geld über 350 EUR schlagen die 160-GB-Modelle zu Buche.

Wer schon immer mit einer SSD geliebäugelt hat: Die Zeiten, für praxistaugliche Modelle rücken näher. Die Corsair P128 ist ein Vertreter, den wir mit in die Auswahl einbeziehen würden, doch muss man sich weiterhin Fragen, ob der Luxus den Preis wert ist. Von billigen Vertretern ohne Cache raten wir grundsätzlich ab - doch gibt es seit dieser Woche Windows 7 - und die SSD-Entwicklung nähert sich der entscheidenden Phase. In den nächsten Monaten dürften auch Kritikpunkte wie die Garbage-Collection oder auch gern Performance-Recovery genannt, nutzerfreundlich gelöst werden. Leerlaufzeiten nach dem Starten oder extra Tools zum "Bereinigen" gehören unserer Meinung nach bei den stolzen Preisen einfach nicht zum guten Ton.

[rl], 27.10.2009
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