Einsteiger-Grafikkarten von AMD und NVIDIA für HTPCs im Vergleich

Grafikkarten | 27.05.2009, 22:05
Der Preisbereich zwischen 30 und 50 Euro stellt bei großen Verkaufszahlen ein bedeutendes Marktsegment für Grafikkarten-Hersteller. Betrachtet man zudem die Verkaufscharts aktueller Spiele, erkennt man, dass sich dort viele finden, die auch mit günstigen Karten spielbar sind. Dazu kommt, dass AMDs und NVIDIAs oft passiv kühlbare Einsteiger-Grafikkarten volle Leistung für High-Definition-Video versprechen. HT4U.net hat daher acht Grafikkarten aus diesem Segment mit AMD- und NVIDIA-Grafikchips ins Labor gebeten und stößt auf überraschende Ergebnisse in allen Einsatzbereichen.

Intro


Gleich ob NVIDIA GeForce GTX 275 oder GTX 285, AMD Radeon HD 4890 oder HD 4870 – oder wie sie doch alle heißen mögen – es sind die Enthusiasten-und Mainstream-Produkte, die die Berichterstattung im World-Wide-Web dominieren. Jenseits der 100-Euro-Grenze finden sich jene Produkte wieder, welche die Marketing-Abteilungen der beiden großen Grafikkartenhersteller gerne in den Schlagzeilen sehen möchten, um das eigene Image zu polieren. Dass die kleineren, kostengünstigeren Modelle deutlich weniger Rampenlicht abbekommen, nimmt man bewusst in Kauf.

Bild: Einsteiger-Grafikkarten von AMD und NVIDIA für HTPCs im Vergleich

Zwar ist die Anzahl der verkauften Grafikkarten bei den Einstiegsmodellen im Preisbereich von 30 – 50 Euro deutlich höher als in den oberen Preisregionen, allerdings sind die Gewinnspannen im Low-Cost-Bereich auch äußerst gering. Zudem findet ein Großteil der verkauften Einsteiger-Karten den direkten Weg in Komplettrechner, ein Markt, für den kostspielige Launches im World Wide Web schlicht hinausgeworfenes Geld wären. Folglich sind Informationen oder gar herstellerunabhängige Produktbewertungen zu den günstigen Grafikarten-Modellen bisher eine Seltenheit.

Kurzübersicht über die getesteten Grafikkarten:

  • ASUS Radeon EAH4350 Silent
  • Gainward GeForce 9500 GT
  • MSI Radeon R4350
  • MSI GeForce NX8400GS
  • Palit Radeon HD 4650
  • Sapphire Radeon HD 4350
  • Sapphire Radeon HD 4550
  • Sparkle GeForce 9400 GT


Neben der Betrachtung von Layout und Lieferumfang werden in diesem Test die multimedialen Fähigkeiten der günstigen Pixelbeschleuniger ein zentrales Thema darstellen. Schließlich findet in Zeiten von Home Theatre PCs (HTPCs) mit Sicherheit die eine oder andere Grafikkarte aus dem heutigen Testfeld auch den Weg in einen solchen Wohnzimmer-PC.

Da wir seit kurzem auch in der Lage sind, den exakten Leistungsbedarf von Grafikkarten zu ermitteln, werden wir auch auf den Stromhunger und Energiebedarf der Kandidaten unter Last oder im Leerlauf untersuchen.

Natürlich werden wir auch die Performance für Spiele analysieren. Neben bekannten Kandidaten aus unserem Benchmark-Parcours haben wir auch einige Spiele betrachtet, die gerade für einen Grafikkarten-Test wohl eher unüblich sind. Wir haben uns hierbei schlicht an den aktuellen Verkaufscharts orientiert und wollten sehen, ob es denn mit diesen Karten zum Beispiel wenigstens möglich ist, den guten Kumpel auch mal in einer Runde Pro Evolution Soccer 2009 abzuzocken.