G.Skill zeigt die Zähne - Ripjaws-Speicherkit im Kurztest

Storage & Speicher | 10.11.2009, 19:00 | Seite 4

Praxis: Übertakten & Undervolten



Anders als bei Prozessoren gibt es beim Arbeitsspeicher weit mehr Möglichkeiten ihn jenseits seiner vom Hersteller vorgegebenen Spezifikationen zu betreiben. Während bei CPUs neben dem Übertakten vielleicht noch der Undervolting interessant ist, gibt es beim Speicher immer noch die Latenzen, welche ebenfalls sehr interessant sind. Auf ein Ausloten der maximalen Timings haben wir an dieser Stelle jedoch verzichtet, da die vergangenen Tests gezeigt haben, dass die Latenzen kaum noch einen Einfluss in praxisrelevanten Anwendungen haben.

Beim Übertakten der Module muss man dabei stets eines bedenken. Bei der P55-Plattform, an welche sich die Ripjaws vorzugsweise richten und auf welcher wir getestet haben, kann man maximal einen Speichertakt von DDR3-1600 im Zusammenspiel mit einem Core i7 860 oder Core i7 870 nutzen. Beim Core i5 750 ist sogar schon bei DDR3-1333 Schluss. Mehr erreicht man nur durch eine Anhebung des Referenztaktes. Diese schlägt sich jedoch unmittelbar auf den Uncore-Takt nieder, da dessen Multiplikator fest auf 18 eingestellt ist. Damit erhöht man also den Takt des Speichercontrollers, des L3-Caches und des PCI-Express-Interfaces. All diese Punkte müssen daher mit in die OC-Betrachtung einfließen. Gerade nachher beim Benchmark-Vergleich gilt es dies zu beachten.

Um eine Limitierung des Uncores auszuschließen haben wir dessen Versorgungsspannung leicht von 1,1 Volt auf 1,16 Volt erhöht. Den Core-Takt haben wir zudem stets bei rund 2,8 GHz gehalten und den Turbo-Modus deaktiviert. Als maximale Speicherspannung ließen wir 1,66 Volt zu und haben damit den maximalen Takt der Ripjaws-Module bei Timings von 9-9-9-24 ermittelt. Mit DDR3-2100 (Referenztakt bei 175 MHz) kann sich das Ergebnis dabei durchaus sehen lassen.

Bild: G.Skill zeigt die Zähne – Ripjaws-Speicherkit im Kurztest
Übertaktungsergebnis: Stabile 1050 MHz Speichertakt


Weiterhin haben wir zudem untersucht welchen Takt bei welchen Timings unser Pärchen bei einer Speicherspannung von nur 1,35 Volt bewältigen kann. Dazu stellten wir im BIOS unseres P55-UD6 eine Versorgungsspannung von 1,3 Volt ein, was zu einer realen Spannung von 1,33 Volt führte. Auch bei diesem Test zeigten sich die Ripjaws-Riegel dabei von ihrer besten Seite, denn wir mussten lediglich die Timings auf 8-8-8-24 verlangsamen, den Speichertakt konnten wir bei DDR3-1600 belassen. Beeindruckend!

Bild: G.Skill zeigt die Zähne – Ripjaws-Speicherkit im Kurztest
Undervoltingergebnis: Stabile 800 MHz Speichertakt bei 1,33 Volt