Nehalem für alle - Intel Core i5 und Core i7 auf Sockel 1156 im Test

Prozessoren | 08.09.2009, 06:01

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Am 3. November 2008 präsentierte Intel mit den Bloomfield-Prozessoren erstmals seine Core-i7-Familie. Die unter dem Codenamen Nehalem geführten Modelle sorgten im Vorfeld schon für viele Schlagzeilen, stellte Intel mit den neuen CPUs doch eine neue Architektur vor. Der Startschuss für diese fiel damals allerdings ein wenig unter Zugzwang.

Intel hat sich nämlich einen eigenen, internen Fahrplan auferlegt, welchen man "Tick-Tock" nennt und vorsieht, dass der Konzern in einem Jahreszyklus jeweils mit neuen Technologie-Updates glänzt. War dies 2007 noch der in 45 nm gefertigte Penryn – inzwischen in diversen Derivaten als Core 2 Duo und Core 2 Quad im Markt vertreten – musste es 2008 einen Tock mit Nehalem geben – eine neue Architektur also – sonst wäre man sich die Einhaltung des Systems schuldig geblieben.

Bild: Nehalem für alle - Intel Core i5 und Core i7 auf Sockel 1156 im Test

Doch die Bloomfield-Prozessoren auf Basis der Nehalem-Architektur stellen zusammen mit dem X58-Chipsatz eigentlich eine Serverplattform dar, welcher man lediglich eine Desktop-Enthusiasten-Kappe aufsetzte. Die Leser waren dabei an der neuen Intel-Technologie höchst interessiert und noch heute zählt der damalige Launch-Artikel zu den meist gelesenen Werken auf HT4U.net. Der Absatz blieb im Desktop-Bereich allerdings aus. Im ersten Quartal soll der Anteil der Core-i7-Prozessoren am gesamten Quad-Core-Absatz bei Intel gerade einmal ein Prozent betragen haben. Die Plattform zeigte sich zwar als bislang schnellste Lösung am Markt, aber auch als eine der teuersten "Desktop-Lösungen" in ihrer Gesamtheit. Auch in Zukunft stuft Intel den Marktanteil der Bloomfield-Modelle angeblich nicht besser ein. Denn bis zum Jahresende erwartet man zwar weiterhin Zuwächse bei den Quad-Core-Absätzen, der Anteil jener Varianten wird jedoch weiterhin nur mit 1 Prozent eingeschätzt.

Schon bei Einführung der Nehalem-Architektur stand fest, dass Intel im dritten Quartal 2009 die eigentliche Mainstream-Plattform in Form der Lynnfield-Prozessoren und des P55-Chipsatzes vorstellen wird. Und angeblich, so erwarten dies Mainboard-Hersteller, soll der Anteil der abgesetzten P55-Plattformen bis zum Jahresende 20 Prozent des gesamten Absatzes 2009 betragen. Die potentiellen Kunden, welche zwar bislang beeindruckt von der Core-i7-Leistung waren, verharrten offenbar bis zum heutigen Tage. Und heute soll es dann der Nehalem-Ableger Lynnfield richten. Ohne DDR3-Triple-Channel-Interface, ohne aufgeblähtes QPI als Chipsatzverbindung, dafür dann dennoch mit auszeichnender Performance, geringerem Energiebedarf und deutlich günstigeren CPU- und Plattform-Preisen. Ob das stimmt werden wir heute herausfinden: Let's get ready to rumble!