Layout: ASUS P6T Deluxe V2
Kommen wir nun zum letzten Kandidaten des heutigen Tests, dem P6T Deluxe V2 von ASUS. Dieses ist ASUS-typisch in einem tiefen Schwarz gehalten was zusammen mit der großen Heatpipe aus Kupfer einen sehr edlen Eindruck hinterlässt. Die verbauten Komponenten sind dabei die mittlerweile übliche Kost in dieser Preisklasse. So kommen neben Feststoffkondensatoren (Solid Caps) hochwertige Spulen mit Feritkern und - laut ASUS - besonders gute MOSFETs zum Einsatz. Um Qualität muss man sich also keine Gedanken machen, den Werbesprüchen sollte man indes jedoch mit einem gesunden Misstrauen begegnen

Das auffälligste Merkmal der Deluxe-Platine ist dabei zweifelsohne die große Heatpipe-Lösung zusammen mit dem großen Kühler der Northbridge. Der fächerförmige Aufsatz des Kühlers soll dabei die Abluft des Prozessorkühlers auffangen und über die Northbridge leiten um diese zu kühlen. Natürlich gelingt dieses Vorhaben jedoch nur bei passenden Kühlern, zu denen ganz sicher keine Tower-Varianten gehören.

Ein weiteres Merkmal des P6T Deluxe V2 ist dessen Stromversorgung. Statt der üblichen vier bis acht Phasen für die Versorgung der CPU setzt ASUS hier gleich auf satte 16. Ob man dadurch gegenüber der Konkurrenz sich einen Vorteil erarbeitet oder vor allem durch schlechte Effizienz glänzt, wollen wir später noch genauer beleuchten. Für Speicher und Northbridge setzt der Hersteller jeweils auf eine zweiphasige Spannungsversorgung.

Zur Energiezufuhr kommt dabei ein 8-Pin-CPU-Stromstecker und ein 24-Pin-ATX-Stecker zum Einsatz, die beide sehr gut zugänglich sind, sodass selbst bei verbautem Zustand keine gebrochenen Finger drohen, wenn man einmal an die Stecker heran muss.
Um die Effizienz der Energieversorgung zu verbessern vertraut ASUS auf seine EPU-Technologie. Deren Herzstück befindet sich dabei in Form eines kleinen Chips in unmittelbarer Nähe des Prozessor-Sockels. Leider bedarf es einer Software um EPU wirklich nutzen zu können, so dass man nur unter Windows in den Genuss von etwaigen Einsparungen kommt. Doch dazu an passender Stelle später mehr.

Für alle Enthusiasten und PC-Bastler ganz wichtig ist natürlich der Monitoring-Chip schließlich liefert er die wichtigen Daten wie Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehzahlen. Mittlerweile übernimmt er aber auch die Funktion eines Controllers für die PS2-Anschlüsse sowie für die parallelen und seriellen Geräte. Auf dem P6T kommt dazu ein Chip von Winbond zum Einsatz.

Apropos Spannungen. Intel gibt als maximale Versorgungsspannung für den Speicher beim Core i7 1,65 Volt. Da es jedoch auch viele Module gibt, welche deutlich höhere Betriebsspannungen benötigen klebt ASUS einen Warnhinweis auf die Speicherbänke. Wir finden diese Idee sehr gut, denn so werden auch Neulinge auf eine möglichweise bis dato nicht beachtete Problematik aufmerksam gemacht. Allerdings hätte man den Sticker lieber wo anders platziert, denn im Sommer könnte der Kleber sich durchaus einmal auf den Bänken festsetzen, was dann zu Problemen führen kann.






Drei heiße Fahrgestelle - Mainboard-Roundup mit Intels X58-Chipsatz

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