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Green IT ist in aller Munde. Prozessoren verbrauchen immer weniger Energie, für Netzteile entstehen 80-Plus-Zertifikate, Mainboard-Hersteller werben plötzlich mit besonders qualitativ hochwertigen Wandlern – im gleichen Atemzug scheint hingegen die Leistungsaufnahme von Grafikkarten keine Grenzen zu kennen. Die Tage, in denen die CPU der König der Leistungsaufnahme war, sind schon lange gezählt. Konnten die ersten 3D-Beschleuniger noch gänzlich ohne Kühlkörper betrieben werden, so stellt heutzutage häufig schon die passive Kühlung einer Einsteigerkarte die Ingenieure vor eine Herausforderung.

Der Stromverbrauch der einzelnen Komponenten in einem (Spiele)-Desktop-PC erfährt im direkten Vergleich nach und nach eine Verschiebung in Richtung der Grafikeinheit. Die Grafikkarte stellt mittlerweile einen ausschlaggebenden Faktor bei der Dimensionierung des Netzteils dar, und für Stromsparer gilt es ein Modell mit einem möglichst niedrigen Stromverbrauch im lastfreien Betrieb zu wählen. Anlass genug, uns mit einem eigenen Artikel ausschließlich dem Thema Leistungsaufnahme von aktuellen Grafikkarten von AMD und NVIDIA widmen.
Im Mittelpunkt des heutigen Artikels steht die reale Leistungsaufnahme einer Vielzahl von aktuellen aber auch teils betagteren Modellen. Zudem werden wir verschiedene Einflussfaktoren auf die Stromaufnahme analysieren. Wie wirkt sich eine Änderung in den Bereichen Temperatur und Taktfrequenz den Stromverbrauch aus? Fragen, auf welche wir ebenso auf den folgenden Seiten eingehen möchten.


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