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 MSI P45 Platinum Mainboard

Mainboards | 26.02.2009, 22:11 | Seite 18

Praxis: SATA-Performance


Wie bei den beiden Abschnitten zuvor, muss auch diesmal HDTach als probates Testmittel herhalten. Dabei haben wir zum einen die Performance von allen verwendeten Controllern mit jeweils einer Festplatte im AHCI-Modus und falls möglich auch im RAID0-Betrieb bestimmt. Für die Tests am eSATA-Anschluss des P45 Platinum kam abermals unsere externe Festplatte von Seagate zum Einsatz.

Als AHCI-Treiber verwendeten wir dabei den Standard-Treiber von Microsoft. Setzt man auf die Hesteller-Treiber kann es somit zu Veränderungen kommen. Um einen sauberen Vergleich zu erhalten, wollten wir aber alle Probanden mit den gleichen Voraussetzungen testen.

Controller-Performance: Single HDD
HDTach RW 3.0 (Burst Rate)
MSI P45 Platinum (ICH10R)
221,1
MSI P45 Platinum (JMicron)
142,9
MSI P45 Platinum (eSATA)
165,8
Gigabyte EP45-UD3 (ICH10)
221,6
Gigabyte EP45-UD3 (JMicron)
146,4
Gigabyte P35-DQ6 (ICH9R)
221,5
MB/s


Controller-Performance: Single HDD
HDTach RW 3.0 (Avg. Read)
HDTach RW 3.0 (Avg. Write)
MSI P45 Platinum (ICH10R)
91,0
80,9
MSI P45 Platinum (JMicron)
88,2
75,3
MSI P45 Platinum (eSATA)
89,3
75,2
Gigabyte EP45-UD3 (ICH10)
91,2
80,5
Gigabyte EP45-UD3 (JMicron)
88,2
75,4
Gigabyte P35-DQ6 (ICH9R)
90,9
80,5
MB/s

Betrachten wir uns zunächst die Ergebnisse für den Einsatz von nur einer Festplatte. Wie man dabei unschwer erkennt, ist abermals vollkommen egal ob als Southbridge eine ICH9(R) oder ICH10(R) zum Einsatz kommt.

Wie bereits bei den Firewire-Messungen hat auch hier JMicron das Nachsehen, wenn man die Burst-Werte sowie die Schreibleistung zu Rate zieht. Bei den für den Alltag wichtigen Ergebnissen der durchschnittlichen Leseleistung liegen jedoch wieder alle Controller auf einem Niveau. Während das Defizit bei der Schreibleistung wiederum auf den Controller selbst zurückzuführen ist, kann der Rückstand bei den Burst-Werten durch den verwendeten Treiber oder die Anbindung durch PCI-Express zu Stande kommen. Letztere verwenden alle Probanden und auch der eSATA-Controller des MSI-Mainboards ist per PCI-Express angebunden.

Dass der eingesetzte Treiber einen sehr großen Einfluss hat, zeigt sich vor allem bei den JMicron-Controllern. Verwendet man statt dem Standard-MS-Treiber, den aktuellsten Treiber von JMicron, so treten plötzlich vollkommen unrealistische Burst-Werte von über 2000 MB/s auf. Ebenfalls andere Werte bekommt man wiederrum wenn man statt dem AHCI, den IDE-Modus nutzt.

Während es für den Intel-Controller im AHCI-Betrieb kein "sicheres Entfernen" für die Festplatten gibt, ist jenes Feature für Festplatten an den unterschiedlichen JMicron-Controllern verfügbar. Dies ist insbesondere für Nutzer von HotPlug sehr wichtig. Wer HotPlug an einer ICH9 oder ICH10 nutzen möchte, muss sich eine Software von Drittanbietern installieren um die Funktion nachzurichten.

Controller-Performance: RAID0
HDTach RW 3.0 (Burst Rate)
MSI P45 Platinum (ICH10R)
377,5
MSI P45 Platinum (JMicron)
0,0
Gigabyte EP45-UD3 (JMicron)
0,0
Gigabyte P35-DQ6 (ICH9R)
367,7
MB/s


Controller-Performance: RAID0
HDTach RW 3.0 (Avg. Read)
HDTach RW 3.0 (Avg. Read)
MSI P45 Platinum (ICH10R)
166,4
159,9
MSI P45 Platinum (JMicron)
156,6
122,5
Gigabyte EP45-UD3 (JMicron)
156,0
120,0
Gigabyte P35-DQ6 (ICH9R)
166,1
159,8
MB/s


Auf Grund der Treiber-Problematik am JMicron-Controller in Zusammenhang mit den Burst-Werten tauchen diese auch nicht bei den RAID-Ergebnissen auf, denn hier mussten wir auf den JMicron-Treiber zurückgreifen.

Konnte der Zusatz-Chip beim Single-HDD-Betrieb gerade noch mit der Southbridge mithalten, so verliert er hier nun erneut an Boden und muss die Intel-Chips ziehen lassen. Dabei ist es wiederrum vollkommen egal, ob es sich um eine ICH9R oder ICH10R handelt, die nach wie vor auf ein und dem selben Niveau agieren. Ganz besonders fällt einmal mehr der Rückstand bei der Schreibleistung auf, bei der der JMicron-Controller nicht wirklich konkurrenzfähig ist.

Betrachtet man abschließend zu den Transferraten-Tests noch einmal die Unterschiede zwischen der ICH9(R)- und ICH10(R)-Southbridge, so gibt es rein messtechnisch keinen Grund auf die neuere Variante zu setzen.





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