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 MSI P45 Platinum Mainboard

Mainboards | 26.02.2009, 22:11 | Seite 26

Glossar zu den Audiomessungen (Fortsetzung)



Klirrfaktor, engl. distortion


Der Klirrfaktor ist die am häufigsten verwendete Meßgröße für nichtlineare Verzerrungen. Er gibt an, wie stark die Oberschwingungen, die bei der Verzerrung eines sinusförmigen Signals entstehen, im Vergleich zum Gesamtsignal sind. Solche Verzerrungen treten dabei in der Regel bei der "Berechung" einen Tones auf.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard
Die "Total Harmonic Distortion" (THD), also die geometrische Addition der ganzzahligen Oberwellen beschreibt wie stark sich die Oberwellen auf die Signalgüte auswirken. Je kleiner daher die Angabe in Prozent ist, desto besser ist der Soundchip.


Intermodulationsverzerrungen, engl. IMD (intermodulation distortion)


Da ein Übertragungsglied üblicherweise ein Gemisch vieler Schwingungen überträgt, entstehen nicht nur die Oberwellen dieser Sinusschwingungen, sondern auch eine Vielzahl von neuen Summen- und Differenztönen, die besonders störend sind. Der Anteil der neu entstandenen Töne ist also höher, als der Klirrfaktor angibt. Der Intermodulationsfaktor berücksichtigt dies. Auch hier sind niedrige Angaben in Prozent besonders gut.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard
RightMark verwendet mit der Differenztonverzerrungen eine Sonderform der Intermodulationsverzerrungen. Auch hier handelt es sich um ein Zweitonmeßverfahren. Dem Übertragungssystem werden zwei Testtöne mit sehr nahe beieinander liegenden Frequenzen zugeführt. Die Differenztonfaktormessung ist besonders für den oberen Frequenzbereich geeignet, in dem Klirrfaktor- und Standard-Intermodulationsfaktormessungen nicht mehr sinnvoll durchführbar sind.


Tonale Verfärbungen


Die natürliche Übertragung eines Tonsignals wird durch diverse Dinge wie Kabel, Steckverbindungen oder Leitungen innerhalb des Chips verändert. Verfärbungen sind dabei unerwünscht und verschlechtern den Musikgenuss - beispielsweise übertriebene Basswiedergabe, eine nässende Mitteltonwiedergabe oder eine kreischende Hochtonwiedergabe.

Bei RightMark findet sich dieser Punkt als "THD/IMD" in Prozent wieder, wobei hier Werte nahe der Null am besten sind. Hat man eine hohe THD und niedrige IMD, empfindet das menschliche Ohr den Klang als angenehm warm. Sind beide Werte hoch, so erklingt ein warmer aber unscharfer Ton. Ist dagegen die IMD hoch und die THD niedrig, ergibt einen kalten unsauberer Ton. Sind hingegen beide Werte niedrig, so erklingt ein exakter jedoch etwas kälterer Ton. Warm und Kalt bezeichnen in diesem Zusammenhang die Klangfarbe des Tones.


Übersprechen, engl. crosstalk


Das Übersprechen vom einen Stereokanal zu anderen wird als crosstalk bezeichnet. Hierzu wird der eine Kanal mit einem Signal ausgesteuert und auf dem anderen Kanal (ohne Ausgangssignal) wird eingangsseitig nachgesehen, wie viel von diesem Signal hier "überspricht", also ankommt. Im besten Fall treten keine Kopplungen auf, was extrem negativen Ergebnissen entspricht.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard





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