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 MSI P45 Platinum Mainboard

Mainboards | 26.02.2009, 22:11 | Seite 5

Layout (Fortsetzung)



Ebenfalls fraglich ist der praktische Nutzen der Taster für Power_On und Reset. Für den Alltag eines Mainboard-Testers sind diese zwar höchst hilfreich, in einem geschlossenen Gehäuse dürften sie allerdings wohl nie benutzt werden und so dürfte diese Option schlicht wieder dem Angebot der Konkurrenz geschuldet sein, denn auch dort findet man teils solche Schalter auf dem Mainboard verbaut.

Direkt neben den Tastern finden sich acht Debug-LEDs wieder. Diese können insgesamt 16 Zustände signalisieren. Im Falle eines fehlerhaften Systems kann der Nutzer an der Signale-Kombination unter Umständen wertvolle Informationen ablesen.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard

Ähnlich fragwürdig wie die Taster ist der Nutzen der Kühlfinnen im IO-Shield des P45 Platinum. Da dieser Teil des Kühlers niemals hohe Temperaturen erreichte, wäre es aus unserer Sicht deutlich sinnvoller gewesen, wenn man dessen Stelle lieber ein paar weitere USB-Anschlüsse, oder einen parallelen bzw. seriellen Anschluss nach außen geführt hätte.

Sehr nützlich hingegen ist der Clear_CMOS-Taster im Anschluss-Bereich. Durch die gute Erreichbarkeit auch im verbauten Zustand, nimmt er einem den Ausbau der Batterie oder das Kurzschließen des entsprechenden Jumper-Blockes ab, wenn man einmal das BIOS zurücksetzen muss.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard

Unterhalb der Kühlfinnen liegt der JMicron-362-Chip versteckt, welcher für den eSATA-Port verantwortlich ist. Der Controller für den ATA133-Anschluss sowie die zwei zusätzlichen internen SATA-Ports befindet sich hingegen direkt neben der Intel-Southbridge.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard

Die abgewinkelten SATA-Anschlüsse gehören dabei zum ICH10R, während die anderen zum JMicron 363 gehören. Dank der abgewinkelten Anschlüsse für PATA wie SATA ist auch der Einsatz einer großen Grafikkarte kein Problem. Ebenfalls sehr komfortabel ist der Floppy-Anschluss platziert, der direkt neben dem ATX-Stecker Platz gefunden hat.

Ein Merkmal zahlreicher MSI-Platinen sind ihre Jumper für das Übertakten. So finden sich auch auf dieser Platine zwei davon direkt neben dem Taktgenerator von ICS wieder. Mit Hilfe des Jumper-Pärchens kann man ohne das BIOS den Frontsidebus abändern. Somit ist es möglich die CPU mit den zwei Jumpern ohne eine Software oder Eingriffe im BIOS zu übertakten. Allerdings sollte man die Rechnung nie ohne die Versorgungsspannungen machen, denn diese werden nicht angepasst, so dass eine falsche Einstellung schnell zu einem nicht mehr startenden Board führt.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard

Auf Grund der Lage des Jumper-Blockes ist dieser allerdings kaum zu erreichen, wenn man neben der Grafikkarte noch eine weitere PCI-Express-Karte verwendet. Ein Platz weiter außerhalb wäre daher nicht verkehrt gewesen.

Den Sound-Chip findet man in der rechten unteren Ecke des Mainboards umringt von Feststoffkondensatoren. MSI vertraut hier auf den ALC888 von Realtek, welcher den Sound in Form von High Definition Audio (HDA) umsetzt. Die Einheit hinterließ im Test durchaus positive Eindrücke, doch dazu an geeigneter Stelle mehr.

Bild: MSI P45 Platinum Mainboard


Trotz aller Kritik macht das Layout einen sehr guten und durchdachten Eindruck und kommt dank seiner Farbgebung eher unauffällig daher. Vor allem das Verlegen und Anschließen von Kabeln dürfte selbst bei einem vollgestopften System kein Problem darstellen.





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