HIS Radeon HD 5870 iCooler V Turbo - leiser Sportwagen?

Grafikkarten | 09.04.2010, 19:43 | Seite 6

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Bild: HIS Radeon HD 5870 iCooler V Turbo – leiser Sportwagen?
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Unter der Haube treffen wir weitere Änderungen an. So finden sich vier Standard-Drosseln aus früheren Zeiten, welche der Stromversorung der GPU zur Verfügung stehen und einen einzelnen Wandler, welcher für den Speicher zuständig ist. Die Mosfets der Stromversrogung hat HIS mit einem passiven Kühler versehen.

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Auch hier finden wir technische Alt-Kost vor. HIS zeigt mit dem Design, dass neuere, digitale Schaltungen nicht notwendig sind, um ein funktionierendes Radeon-HD-5870-Board zu kreieren. Spulenfiepen fiel uns zwar im Test nicht auf, wäre bei der gezeigten Darbietung aber durchaus möglich.

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Typische 1024 MByte GDDR5-Hauptspeicher gibt es auch auf der HIS HD 5870 iCooler V Turbo zu betrachten, die angetroffenen Samsung-Chips sind allerdings inzwischen für uns alte Bekannte und für 1250 MHz Taktfrequenz spezifiziert.

Kommen wir in der abschließenden Betrachtung noch einmal auf den äußerlich unscheinbaren Kühler zurück. Unter der Haube erblicken wir hier eine Vapor-Chamber-Lösung.

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Und da spitzen sich vielleicht die Ohren des einen oder anderen. Faktisch steht die Vapor-Chamber-Technologie für Sapphire, welche seit Jahren mit der Vapor-X-Technologie werben. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Im September 2009 startete Sapphire plötzlich eine Offensive und erklärte, dass die Vapor-Chamber-Technologie prinzipiell von Microloops stammt.

Nachdem wir mit den ersten Referenzkühlungen einer Radeon HD 5770 ebenfalls eine Vapor-Chamber-Technik erblicken konnten, deutete schon einiges darauf hin, dass der Hersteller Microloops nun nicht mehr unbedingt exklusiv für Sapphire agieren wollte, sondern Geld mit einer breiteren Nutzung der Technik verdienen möchte.

Im Übrigen wurden die ersten Referenzkühler einer HD 5770 mit dieser Technik kurze Zeit später durch einen neuen Referenzkühler ersetzt. In unseren Tests hatten wir zur Vorstellung gleich mit zwei dieser Kühler deutliche Probleme – im Ergebnis wurde AMD offenbar gezwungen einen überarbeiteten Kühler ganz ohne Vapor-Technologie vorzustellen.