CPU und Grafikeinheit vereint - Intel Core i5 "Clarkdale" im Test

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Das Jahr ist gerade einmal vier Tage alt und schon steht der erste große Launch an. Während Intel mit den Bloomfield- und Lynnfield-Prozessoren bereits die Nachfolger der Core 2 Quad-Prozessoren vorgestellt hat, warten die Core 2 Duo-Modelle nach wie vor auf eine Ablösung. Gut dreieinhalb Jahre nach deren Debüt treten nun die Clarkdale-Prozessoren ein schweres Erbe an.

Gleichzeitig beginnt mit der heutigen Vorstellung der neuen Zwei-Kern-Prozessoren ein neues "Zeitalter" im Bereich der Desktop-Rechner: Zum ersten Mal sitzen Grafikchip, Speichercontroller und Prozessor auf einem Trägermaterial. Damit ist der Weg hin zu einer vollständigen Integration aller drei Komponenten in einem einzigen Chip eingeschlagen. Einen Weg, den man zumindest im Mainstream-Bereich wohl nicht mehr verlassen wird.

Bild: CPU und Grafikeinheit vereint - Intel Core i5 "Clarkdale" im Test

Auch bei der Fertigung fällt heute der Startschuss für eine neue Generation. Getreu dem Tick-Tock-Prinzip von Intel, nachdem alle zwei Jahre eine verkleinerte Herstellung eingeführt wird, stellt das Unternehmen mit der Einführung der Clarkdale-Prozessoren die Fertigung auf die neue 32-nm-Technologie um. Allerdings profitiert bei den Clarkdales davon erst einmal nur der Chip mit den Prozessorkernen. Der Chip mit Grafikeinheit und Speichercontroller wird von Intel weiterhin mit der 45-nm-Technologie hergestellt.

Damit die Zweikern-Prozessoren die großen Fußstapfen des Core 2 Duo erfolgreich füllen können, spendiert Intel ihnen nicht nur eine neue Fertigung und eine "integrierte" Grafikeinheit sondern führt mit ihnen die Nehalem-Architektur nun auch im Mainstream-Segment ein. Bisher fand man diese in Form der Lynnfield- und Bloomfield-Prozessoren nur im Performance- und Enthusiasten-Bereich vor. Somit können auch die Clarkdale-Ableger – je nach Ausstattung – auf Hyperthreading und eine automatische Übertaktung in Form des TurboModes zurückgreifen. Auch die Mechanismen zur Reduzierung der Leistungsaufnahme sind wieder mit von der Partie. Zusätzlich beherrschen die Clarkdale-Modelle als erste Prozessoren die mit der 32-nm-Fertigung eingeführte AES-Erweiterung, welche vor allem für die Verschlüsselung von Daten sehr hilfreich sein sollte.

Wie üblich bei Intel gibt es zu jeder neuen Prozessor-Generation auch einen neuen Chipsatz. Zwar sind die Clarkdale-CPUs Pin-kompatibel zu den Lynnfield-Modellen – sie passen also auch in den Sockel LGA1156 -, doch der P55-Chipsatz unterstützt die integrierte Grafikeinheit nicht. Wer diese nutzen möchte muss auf den H55-, H57 oder Q57-Chipsatz zurückgreifen, welche der Hersteller ebenfalls heute vorstellt.

Auf den folgenden Seiten werden wir anhand des Core i5 661 untersuchen wie es um das Erbe des Core 2 Duo bestellt ist. Kann die integrierte Grafikeinheit überzeugen? Wie sieht es mit der Leistungsaufnahme aus und wie steht es um die Performance im Alltagsbetrieb, bei Multimedia-Anwendungen oder beim Spielen? Darüber hinaus gibt es natürlich auch wieder einen umfassenden Teil zur Technik der neuen Prozessoren.


 



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