Intro
Im Rahmen von Intels Pressekonferenz auf der CeBIT kündigte man den Gulftown mit dem Slogan "unleashing the beast" an und mit dem heutigen Tag ist das Biest dann auch an die Öffentlichkeit getreten. Doch was soll eigentlich so bestialisch an einem Prozessor sein?
Schaut man sich den ersten Gulftown-Prozessor kurz an, so fallen im Prinzip nur die sechs Kerne wirklich ins Auge. Natürlich bilden auch die 3,33 GHz des Testmusters bei Intel derzeit die Obergrenze wenn es um den Takt geht, doch ansonsten scheint zunächst alles beim Altem.

Doch ist es wirklich nur ein Sechskern-Prozessor mit reichlich Takt oder hat Intel mehr in der CPU versteckt? Bei genauerem Hinsehen erkennt man unter anderem technische Details wie das Quick Path Interconnect (QPI) oder das dreikanalige Speicherinterface, was den Verdacht nahe legt, dass der Gulftown ein auf sechs Kerne erweiterter Bloomfield alias Core i7 9xx ist. Doch damit liegt man nicht ganz richtig. Sucht man weiter findet man unter Features wie Hyperthreading und TurboMode auch die AES-Erweiterung, ein Merkmal, welches erst die in einer 32-nm-Fertigung hergestellten Westmere-Modelle beherrschen. Somit ist klar, dass der Gulftown ein Bloomfield-Prozessor auf Basis der neuen Westmere-Architektur ist nur eben mit sechs statt vier Kernen.
Beim Gulftown hat Intel somit erneut das Baukastenprinzip ausgenutzt, welches es recht einfach macht Prozessoren um weitere Komponenten zu ergänzen. Dennoch bleibt die Frage offen, wie sich die zwei zusätzlichen Kerne auf die Leistung des Prozessors auswirken. Profitiert der Gulftown – heute vertreten durch den Core i7 980X – nur bei multithreaded Applikationen oder versteckt der Prozessor weitere Leistungsvorteile? Das wollen wir in diesem Artikel klären.
Ein Dank geht an Intel für die Bereitstellung des Testmusters.


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