Update 03.01.2011: Zum Test von Intels "Sandy Bridge"-Prozessoren
Intro
Vor wenigen Wochen präsentierte AMD auf der HotChips-Konferenz seine neuen Architekturen Bulldozer und Bobcat. Während letzterer für Geräte mit geringem Energiebedarf gedacht ist, soll Bulldozer seinen Platz im Server- und Desktop-Segment finden. Dessen großer Gegenspieler wird somit Intels neue "Sandy Bridge"-Architektur. Im Gegensatz zu AMD hielt sich Intel bisher jedoch eher bedeckt, was die Informationsweitergabe von Architektur-Details anbelangte.
Auf dem Intel Developer Forum in San Francisco zog der Chip-Gigant jedoch nun nach und legt seinerseits die komplette "Sandy Bridge"-Architektur inklusive der Details zur integrierten Grafikeinheit der Sockel-1155-Ableger offen. Die einzigen Unbekannten, die nun somit verbleiben, sind Cache-Größen und Taktraten, die allerdings bereits für die Sockel-1155-Modelle im Vorfeld durchgesickert sind. Wie schon bei der Enthüllung der Bulldozer-Architektur wollen wir auch hier die Gelegenheit nutzen und schon einmal einen ausführlichen Blick auf Intels kommende Prozessor-Generation werfen.

"Sandy Bridge" ist dabei der Nachfolger der Ende 2008 eingeführten Nehalem-Architektur bzw. dessen Westmere-Refresh aus diesem Jahr und stellt somit einen Tock in Intels Tick-Tock-Modell dar. "Sandy Bridge"-Prozessoren bringen somit eine neue Architektur mit, werden aber wie die Westmere-Modelle in der bekannten 32-nm-Technologie gefertigt.
Anders als AMDs Neuerungen bei der Bulldozer-Architektur sind Intels Änderungen bei "Sandy Bridge" gegenüber den Vorgängern eher als sanfte Evolution statt Revolution zu sehen. Ein revolutionäres Design – wie beispielsweise das Modul-Konzept von AMDs Bulldozer – wird es nicht geben. Dennoch gibt es zahlreiche Neuerungen damit "Sandy Bridge" nach ihrem Start Anfang 2011 eine erfolgreiche Basis für diverse Prozessoren für Server und Desktop- sowie Mobil-Computer bilden kann. Was sich wo verändert hat, darüber sollen die nächsten Seiten einen Überblick geben.
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