Intro
Nachdem wir vor Kurzem die Leistungsaufnahme von Intels Sockel-1366-Plattform analysiert haben und dabei zum Schluss kamen, dass die Core-i7-9xx-Prozessoren doch recht effizient zu Werke gehen können, stellte sich natürlich die Frage, wie es denn mit den Sockel-1156-Ableger aussieht, die doch gemeinhin als deutlich sparsamer eingestuft werden.

Auch bei diesen Prozessoren verfolgt Intel das Konzept einer separaten Energieversorgung für den Core-Bereich – das Segment der zwei bis vier Kerne inklusive deren L2-Cache – und für den UnCore-Bereich, in dem sich der Speichercontroller, der L3-Cache, ein PCI-Express-Interface mit 20 Leitungen und bei den Zweikern-Ablegern auch noch eine integrierte Grafikeinheit befinden. Da der UnCore der Clarkdale-CPUs und der Lynnfield-Prozessoren jedoch wie bei den größeren Sockel-1366-Brüdern nicht über die 12-Volt-Schiene des Core-Bereich versorgt wird, ist dessen realer Energiebedarf – und damit der reale Bedarf der gesamten CPU – bis heute unbekannt.
Wir standen somit zu Beginn vor dem gleichen Problem wie bei der Sockel-1366-Plattform: Ein aufwändiger Mainboardumbau musste her. Leider gelang es uns derzeit noch nicht bei dem auserkorenen Mainboard alle Wandler auszubauen. Hier entwickeln wir gerade neue Spezialwerkzeuge um dies zu realisieren. Vorerst gelang es, den Uncore-Bereich so zu verändern, dass wir in der Lage sind den realen "Netto-Bedarf" dieses CPU-Bereiches zu vermessen. Zusammen mit dem Wissen über die Effizienz der eingesetzten Wandler können wir erste Hinweise auf die reale Leistungsaufnahme des Core-Bereichs geben.
Auf den folgenden Seiten vermessen wir neben den drei Lynnfield-Modellen Core i7 870, Core i7 860 und Core i5 750 mit jeweils vier Kernen auch den Zwei-Kern-Ableger Core i5 661 aus der Clarkdale-Familie. Dabei werden wir nicht nur den Energiebedarf der gesamten CPU beleuchten, sondern auch die Einflüsse des Speichertaktes auf die Leistungsaufnahme analysieren.




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