NZXT Phantom - Designer-Gehäuse im Test

Gehäuse & Kühlung | 18.10.2010, 06:05 | Seite 5

Installation von Komponenten



Bereits der erste Schritt unserer Installationsversuche richtet sich an die Hauptplatine. NZXT hat beim Phantom die Abstandshalter für das Mainboard nicht vorinstalliert, so müssen diese erst einmal an die richtigen Plätze und hier stößt man gleich auf das erste Problem.

Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Installationsanleitung im Gehäuse Installationsanweisungen


Im beigelegten Faltblatt hat sich NZXT über die korrekte Platzierung der Abstandshalter ausgeschwiegen. Dafür sollen aber Einstanzungen ins Blech der Gehäuseinnenseite diese Installationsanleitung darstellen. Doch entweder sind die Stanzungen an manchen Stellen schlicht zu gering, oder aber die Lackierungsabteilung meinte es mit dem Lack einfach zu gut. In vielen Bereichen lässt sich nicht mehr erkennen, welches Loch für welchen Mainboard-Formfaktor vorgesehen ist. Zudem ist eine Werkzeuglose Montage hier natürlich nicht mehr möglich.

Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Werkezug zur Montage Installation Abstandshalter


Die Abstandshalter lassen sich händisch praktisch überhaupt nicht in die vorgesehenen Bohrlöcher eindrehen. Das Eindrehen mit Werkzeug benötigt allerdings auch Kraftaufwand, da die Gewinde entweder nicht sauber geschnitten oder ebenfalls mit zu viel Lack zugesetzt sind. An der Stelle fallen dann beim genaueren Hinsehen weitere Feinheiten hinsichtlich der Verarbeitung auf.

Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Unsaubere Kantungen Fehlende Lackierung Verzogene Abdeckung


Die Blechabkantungen sind teilweise nicht sauber umgesetzt worden, und Lack, welcher wie oben erwähnt zu dick aufgetragen wurde, fehlt dann wiederum an manch anderer Stelle. Die eingelassenen Blechabdeckungen sind zum Teil nicht exakt eingepasst.

Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Mainboard-Tray zur Kühlermontage Laufwerkseinbau Netzteil eingebaut


Die Montagevorrichtung für Schraubkühler ist dagegen großzügig offen und lässt genügend Raum beim Einbau. Auch die Montage von 5,25-Zoll-Laufwerken hinterlässt nicht viel Grund für Beanstandungen. Das Laufwerk lässt sich mit Spiel in den Schacht einschieben und mittels der Verschlussvorrichtung befestigen. Zusätzliche Schraubenmontage ist bei Wunsch bzw. nach Bedarf ebenfalls möglich, wie unser Foto zeigt.

Meckern müssen wir bei der Verarbeitung abermals hinsichtlich der Netzteilmontage. Das Netzteil lässt sich zwar problemlos am Boden platzieren und mittels beiliegender Schrauben auf der Gehäuserückseite befestigen. Wie unser Foto aber zeigt, hat NZXT hier ganz offensichtlich keinen sauberen Ausschnitt beim Netzteil vorgenommen. Nach dem Verbau des Netzteils erkennt man einen Spalt, welcher hier leicht offen steht.

Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Festplattenschlitten eingelassene Festplatte Laufwerkskäfig


Die Montage von Festplatten geht ebenfalls sehr angenehm und problemlos von der Hand. Die Festplatte wird in den Laufwerksschlitten eingelegt, die Befestigungsstifte können dabei zurückgedrückt werden und rasten in die Bohrlöcher der Festplatte ein. Der Schlitten lässt sich mühelos in den Fetplattenkäfigen einführen und rastet dann ein.

Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Bild: NZXT Phantom – Designer-Gehäuse im Test
Verarbeitung gummierte Kabeldurchführungen Verarbeitung Stromanschluss Lüftersteuerung


Aber wieder müssen wir Schelte aussprechen. Die Verarbeitungsqualität beim Phantom von NXZT lässt doch zu wünschen übrig. Die gummierten Kabeldurchführungen sehen nicht nur halbherzig aus, im Fall des praktischen Einsatzes löste sich eines der Gummis. Wir versuchten sicherlich eine Weile den Gummieinsatz wieder korrekt anzubringen, ersparten uns dann aber weitere Arbeit. Der unmittelbar rechts daneben befindliche Einsatz zeigt sich ebenso wenig vertrauenserweckend

Auch der erste Versuch die Stromversorgung der integrierten Lüftersteuerung mit einem passenden Netzteilanschluss zu verbinden scheiterte auf Anhieb. Eine genauere Betrachtung in die vorgesehene Steckerverbindung gibt Klarheit. Schwarze Steckverbindung schien im Hinblick auf die Optik Pflicht, wirklich steife Kontaktverbindung wiederum nicht. Die internen Pole sind wackelig und scheinen nicht wirklich zu diesem Anschluss gehören zu wollen. Nach einigen Anläufen gelang uns der Anschluss dann schließlich doch.