Sapphire Radeon HD 6850 - Leisetreter im Test

Grafikkarten | 15.11.2010, 13:56 | Seite 12

Leistungsaufnahme: Blu-ray-Widergabe und Multi-Monitor-Betrieb



Leistungsaufnahme Blu-Ray – So misst HT4U.net Das Thema HD-Video-Wiedergabe wird offenbar von immer größerer Bedeutung. Natürlich Wirbt man – auf Seiten von AMD oder NVIDIA – immer wieder mit Multimedia-Eigenschaften, doch wie will man sie eigentlich prüfen?

Wir haben auf unserem Testsystem ein paar Tests bei der Wiedergabe von HD-Video-Material – hier Blu-ray-Discs – vorgenommen. Und auch dort gibt es aktuell Unterschiede. Weiterhin gibt es den Video-Codec H.264, es gibt die Variante VC1 und ein verschwindender Kandidat ist MPEG-2. Der größte Teil der Titel setzt aktuell auf H.264, ein geringerer Teil auf VC1.

Bild: AMD Radeon HD 5870 – Runde 2

Für die heutigen Tests setzten wir schlicht auf zwei Varianten: Die Hard 4 als H.264 und Batman – The Dark Knight als VC1-Umsetzung. Und in beiden Fällen kommt nun aktuell die Werbetrommel beider Hersteller zum Einsatz, denn beide stehen dafür, dass man diese High-Definition-Videos mit einem entsprechenden Software-Player über die Grafikkarte in voller Qualität und ruckelfrei (gegenüber der CPU – absolut korrekt) wiedergeben kann.

Wir haben darum PowerDVD 9 Ultra konsultiert, was uns die Versprechungen auch bestätigte. Wir fanden dabei lediglich geringfügige Abweichungen bei der Lastverteilung der Grafikkarten auf die GPU. Während die AMD-Modelle HD4000 und HD5000 sich bei VC1 und H.264 immer in einem Bereich der CPU-Auslastung von zwei Prozent bewegten, war dies dann bei NVIDIA etwas anders.

Zwar liegen die NVIDIA-Karten bei H.264 mit den ATI-Modellen auf einem Niveau hinsichtlich der CPU-Auslasung, dafür bewegte man sich bei VC-1 um ca. 6 bis 7 Prozent, was wir mittels Perfmon.exe von Windows Vista nachgestellt haben. Der Grund hierfür liegt darin, dass die aktuellen Mainstream und Enthusiasten-Modelle von NVIDIA lediglich über den Video-Prozessor 2 (VP2) verfügen, welcher noch nicht sämtliche Schritte des Decoding bei VC-1 übernehmen kann. Lediglich wenige Einsteiger-Modelle bei NVIDIA verfügen über den VP3, welcher dann auch eine volle VC-1 Beschleunigung mitbringt.


Hinweis: Da unsere bisherigen, gesamten Referenzmessungen der verschiedenen Grafikkarten schlicht zu lang wurden, um sie in einem einzelnen Produkttest unterzubringen, haben wir diese in eine separate Chart-Liste ausgelagert. Sämtliche Resultate können ab sofort hier eingesehen werden.

Leistungsaufnahme – Grafikkarte
Blu-ray Wiedergabe
AMD ATI Radeon HD 4890
61,47
PowerColor PCS+ HD 6850
56,65
AMD ATI Radeon HD 4870 1024 MB
54,88
NVIDIA GeForce GTX 260 216
51,26
Sapphire Radeon HD 6870
48,40
AMD Radeon HD 6870
47,35
NVIDIA GeForce GTX 470
47,14
XFX Radeon HD 6850 Black Edition
46,13
Gigabyte Radeon HD 4850 1 GByte
45,91
XFX Radeon HD 5830
44,98
ASUS EAH5830 DirectCU
44,56
AMD Radeon HD 6850 (Referenz)
44,08
AMD ATI Radeon HD 5870
44,05
Sapphire Radeon HD 5830
42,97
Sapphire Radeon HD 6850
42,88
AMD Radeon HD 6850 (Sapphire)
42,19
AMD ATI Radeon HD 5850
41,69
MSI R5830 TwinFrozr II
39,94
Zotac GeForce GTX 465
36,77
NVIDIA GeForce GTX 465
34,74
AMD ATI Radeon HD 5770 (Rev. 1)
32,46
PowerColor PCS++ HD 5770
32,36
AMD ATI Radeon HD 5770 (Rev. 2)
31,03
XFX Radeon HD 5770 Single-Slot
30,36
MSI Radeon R5770 HAWX
29,72
PowerColor PCS+ HD 5770
29,50
ASUS EAH5750 Formula
28,30
Sapphire Radeon HD 5770 (Rev. 1)
27,74
Gainward GTX 460 GS 1024 MB
26,87
Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell (Gehäuse)
26,84
XFX Radeon HD 5750 512 MB
26,20
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,00
Gigabyte GTX 460 OC 1024 MB
25,70
Zotac GeForce GTX 460
25,04
AMD ATI Radeon HD 5670
24,60
Sparkle GeForce GTX 460 OC 1024 MB
24,56
MSI N460GTX Cyclone 1024 MB OC
24,40
Zotac GeForce GTX 460 AMP! 1024 MB
24,35
PoV-TGT GTX 460 768 MB Ultra Charged
24,32
MSI N460GTX HAWK
24,02
AMD ATI Radeon HD 5750
23,30
Gigabyte GeForce GTS 450 OC
22,30
MSI N460GTX Cyclone 768 MB
21,04
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
20,22
MSI N450GTS Cyclone OC
16,92
Watt


Was genau hier die Spreu vom Weizen trennt, das bleibt dahin gestellt. Eine Taktrate von 300 MHz GPU und 1000 MHz Speicher genügt AMD bei der HD-6800-Familie. Hier Taktraten weiter abzusenken wäre ein Mittel gewesen und immerhin tat man dies bei der Radeon-HD-5800-Serie ja ebenfalls. Mehr noch: die NVIDIA-Konkurrenz scheint hier durch die Bank Akzente zu setzen. Aber das Warum hat man leider nicht weiter verfolgt oder aber eben nicht beseitigen können.

Multi-Monitor-Betrieb


Seit die beiden Grafikkarten-Hersteller mittels Taktabsenkungen bei GPU und Speicher die Leistungsaufnahme ihrer Grafikboards im Idle-Modus deutlich senken können, kommt es leider zu einem Ärgernis sobald man bei diesen Desktop-Boards einen zweiten Monitor anschließt. Die Taktraten werden entweder nicht mehr so tief oder überhaupt nicht abgesenkt. In aller Regel läuft der Speicher dann mit vollem Takt und vernichtet im Leerlauf schlagartig die erhofften Einsparungen.

Als Grund dafür nannte uns AMD, dass es im Betrieb mit mehr als einem Monitor zum Bildflackern kommen kann, wenn man den Speichertakt von GDDR5 absenkt. Die teils zu beobachtenden höheren GPU-Taktungen/ -Spannungen könnten dabei eine notwendige Zugabe für die Stabilität des Speichercontrollers sein.

Zwischenzeitlich gehört diese Messung zu unseren Standards bei Grafikkarten-Tests:

Leistungsaufnahme Grafikkarte Multi-Monitor-Betrieb
Multi-Monitor Idle
NVIDIA GeForce GTX 480
112,6
NVIDIA GeForce GTX 470
86,0
NVIDIA GeForce GTX295
80,9
NVIDIA GeForce GTX 465
75,7
Zotac GeForce GTX 465
72,9
AMD Radeon HD 4890
57,7
NVIDIA GeForce GTX 275 Gainward
56,4
PowerColor PCS+ HD5870
55,0
Gainward GTX 460 GS 1024 MB
54,9
AMD Radeon HD 4870
54,1
AMD ATI Radeon HD 5870
52,1
PowerColor PCS+ HD 6850
51,4
ASUS EAH5830 DirectCU
49,2
Gigabyte GTX 460 OC 1024 MB
47,4
Zotac GeForce GTX 460 AMP! 1024 MB
47,4
XFX Radeon HD 5830
47,3
Sparkle GeForce GTX 460 OC 1024 MB
47,0
Sapphire Radeon HD 5830
46,9
Sapphire Radeon HD5870 Vapor-X
46,8
Zotac GeForce GTX 460
46,8
XFX Radeon HD 6850 Black Edition
46,1
Sapphire Radeon HD 6870
46,1
MSI N460GTX Cyclone 1024 MB OC
45,7
NVIDIA GeForce GTX 260 216
44,9
PoV-TGT GTX 460 768 MB Ultra Charged
44,6
AMD ATI Radeon HD 5970
43,9
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 1
43,7
MSI R5830 TwinFrozr II
43,3
AMD Radeon HD 6870
43,2
AMD ATI Radeon HD 5850
41,8
AMD Radeon HD 6850 (Referenz)
39,9
Sapphire Radeon HD 6850
39,7
MSI N460GTX Cyclone 768 MB
39,1
AMD Radeon HD 6850 (Sapphire)
38,3
Gigabyte Radeon HD 4850 1 GByte
36,5
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 2
35,7
Gigabyte GeForce GTS 450 OC
35,1
Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell
33,4
XFX Radeon HD 5770 Single-Slot
32,7
PowerColor PCS++ HD 5770
32,4
PowerColor PCS+ HD 5770
32,2
MSI N450GTS Cyclone OC
30,5
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
30,1
ASUS EAH5750 Formula
29,6
MSI Radeon R5770 Hawk
28,3
AMD ATI Radeon HD 5750
27,4
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,9
Sapphire Radeon HD 5770 (Rev. 1)
26,1
AMD ATI Radeon HD 5670
24,6
Watt


In diesem Vergleich des Tests, scheint AMD dann wiederum die Nase vorn zu haben, was aber nur die halbe Wahrheit ist. Wir beziehen uns hier auf einen Multi-Bildschirmbetrieb mit zwei Monitoren unterschiedlicher Auflösungen oder Timings.

Besonderheiten im Multi-Bildschirm-Betrieb



Wie NVIDIA klarstellte, besitzt man hingegen dort einen Idle-Power-State, welcher unter Verwendung von zwei Bildschirmen gleicher Auflösung, Timings und Hz-Frequenz jenem Power-State des typischen Idle-Betriebs mit einem Monitor entspricht. Wir konnten dies in der Praxis auch nachstellen. AMD gab uns auf diesen Umstand – trotz detaillierter Nachfrage – bislang noch kein Statement.

Dennoch, es gibt ausreichend tägliche Konstellationen, in welchen sich diese Optimal-Voraussetzungen nicht bewahrheiten. In diesen Fällen agieren die gezeigten Modelle wie in den vorstehenden Messungen und dann hat wiederum AMD klar die Nase vor NVIDIA – zumindest in der entsprechenden Performance-Klasse.