Sapphire Radeon HD 6850 - Leisetreter im Test

Grafikkarten | 15.11.2010, 13:56 | Seite 5

Layout



Wir wollen uns in diesem Kapitel hier knapp fassen. Eine umfassende Layout-Betrachtung, inklusive weiterer Fotos haben wir bereits im Test zur Radeon HD 6850 präsentiert. Daran hat sich wenig geändert – mit einer Ausnahme. Unsere ursprüngliche Annahme, dass wir es bei der Sapphire Radeon HD 6850 mit einer Referenzumsetzung zu tun haben könnten, ist falsch. Dies wurde erst nach einem unmittelbaren Vergleich mit der AMD-Referenzkarte klar.

Bild: Sapphire Radeon HD 6850 – Leisetreter im Test

Allerdings müssen wir ebenfalls festhalten, dass nur wenige Hersteller offenbar auf ein AMD-Referenzdesign aufsetzen. Vergleichen wir das von Sapphire gezeigte Design beispielsweise mit den Mustern von XFX oder PowerColor, so erblicken wir sehr schnell, dass diese Entwicklung durch die Bank wohl aus einer einzigen Schmiede stammt. Damit geht sie vielleicht doch – bis auf wenige Ausnahmen bei Bauteilen – als prinzipielles HD-6850-Referenzdesign durch.

Mit der Radeon HD-6800-Familie hat AMD seine Eyefinity Technologie ein wenig aufgemöbelt. Gelungen ist dies allerdings prinzipiell nur durch den Einsatz von Monitor-Ausgängen und deren Upgrade auf die aktuelle Spezifikationsnummer. AMD sieht allerdings bei seinen 6800-Modellen zwei DVI-Ports, zwei Mini-DisplayPorts (Version 1.2) und einen HDMI-Anschluss (Version 1.4a) vor. Dabei hat Sapphire dann wohl die Versionsnummern eingehalten, nicht aber die vorgesehenen Anschlüsse. Das ist in der Praxis zu verschmerzen, denn Mulit-Monitoring-Betrieb mittels dreier Bildschirme ist gewährleistet, nur die Sonderumsetzung von maximal 6 Bildschirmen ist nicht möglich.

Bild: Sapphire Radeon HD 6850 – Leisetreter im Test

AMDs Referenzdesign sieht insgesamt vier Spannungswandler bei der GPU vor und einen für den GDDR5-Speicher. Dabei setzt man auf einen Steuerchip aus dem Hause Chil. Fast alles hat auch Sapphire umgesetzt, mit der Ausnahme, dass ein Drossel-Platz bei den Wandlern für die GPU freibleibt – man arbeitet also mit lediglich drei Phasen bei der GPU-Stromversorgung. In der Praxis konnten wir dadurch praktisch keinerlei Nachteile feststellen. Das könnte aber auf die Änderungen der Anordnungen oder dem PCB zurückzuführen sein.

Bild: Sapphire Radeon HD 6850 – Leisetreter im Test

Während AMDs Referenzkühler auf einen Kühlblock mit Vapor-Chamber-Technik zurückgreift – eigentlich eine Domäne von Sapphire – begnügt sich Sapphire dieses Mal mit einer Kupfer-Heatpipe-Technik. Die Heatpipes besitzen dabei einen Durchmesser von 8 mm. Standard bislang ist (noch) 6 mm Durchmesser.